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Bundesamt für Sport BASPO
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Bundesrat genehmigt Bericht über Korruption im Sport

Der Bundesrat hat heute den Bericht über die Korruptionsbekämpfung und Wettkampfmanipulation im Sport gutgeheissen. Die aufgezeigten Lösungsansätze sollen nun weiter vertieft werden.

07.11.2012 | Komm BASPO

Symbolbild

Der Sport hat eine erhebliche Professionalisierung und Kommerzialisierung erfahren. Damit haben sich auch neue Handlungsfelder für Korruption und Wettkampfmanipulation eröffnet. Mit dem Postulat «Korruptionsbekämpfung und Wettkampfmanipulation im Sport» der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats wurde der Bundesrat beauftragt, einen Bericht über die auf nationaler und internationaler Ebene bestehenden Möglichkeiten zur Bekämpfung dieser Auswüchse zu erstellen: Konkret sollten die bestehenden Instrumente auf ihre Tauglichkeit überprüft und allfälliger gesetzgeberischer Handlungsbedarf inklusive Lösungsvorschläge dargelegt werden.

Bisherige Massnahmen genügen nicht

Der Bericht kommt zur Erkenntnis, dass die bisherigen Massnahmen der (internationalen) Sportverbände nicht ausreichen, um Korruption effizient zu verhindern. Der Sport ist in seiner Primärzuständigkeit gefordert, verstärkt gegen die Korruption in den eigenen Reihen vorzugehen. Notwendig sind harmonisierte und verbindliche Good-Governance-Systeme auf allen Ebenen des organisierten Sports. Parallel zum Sport ist auch der Staat gefordert. Auf dem Spiel steht nicht nur die Integrität des Sports, sondern auch das Ansehen der Schweiz als Sitzstaat zahlreicher internationaler Sportverbände.

Die Schweiz prüft nun unter anderem Massnahmen wie die Einführung eines Straftatbestandes des Sportbetrugs. Ausserdem wird die Verschärfung des Korruptionsstrafrechts zum Thema. Geprüft wird in diesem Zusammenhang unter anderem die Frage, ob Mitglieder in der Schweiz ansässiger nationaler und internationaler Sport-verbände dem schweizerischen Korruptionsstrafrecht unterstellt werden sollen.

Angestrebt wird ausserdem der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit, da es sich bei den unlauteren Machenschaften um weltweit grassierende Phänomene handelt.

Die im Bericht angesprochenen Lösungsansätze werden durch das EJPD und das VBS gemeinsam weiter vertieft. Der Bundesrat hat die beiden Departemente beauftragt, konkrete Regelungsvorschläge aufzuzeigen.

Für Medienanfragen:
Kommunikation BASPO

Christoph Lauener
Tel. 058 467 61 33


Kurt Henauer
Tel. 058 467 63 10

E-Mail info@baspo.admin.ch

 

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