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Magglingertag: Olympische Winterspiele sind in der Schweiz machbar

Am Magglingertag 2010 wurde diskutiert, ob Olympische Winterspiele in der Schweiz sinnvoll seien oder nicht. «Aus meiner Sicht sind sie wünschbar und machbar», zog Bundesrat Ueli Maurer ein positives Fazit. Der Lead, um eine allfällige Kandidatur auf die Beine zu stellen, liege aber beim Sport, bei Swiss Olympic.

18.11.2010 | Komm BASPO

Bundesrat Ueli Maurer am Magglingertag

Der Sportminister betonte aber, dass Olympische Winterspiele für die Schweiz «eine grosse Kiste» seien, «eine Sportveranstaltung von einer Grösse, die wir in der Schweiz noch nie gesehen haben.» Und vor allem müsse die «ganze Schweiz als Einheit» dahinterstehen. Neben Bundesrat Maurer diskutierten Gian Franco Kasper, Präsident des Internationalen Skiverbandes FIS und IOC-Mitglied, Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild, Tourismusprofessor Hansruedi Müller, Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid sowie Skicross-Olympiasieger Mike Schmid das Thema vor rund 250 Vertretern aus Politik, Sport, Wirtschaft und Tourismus.

Neben Fragen der Finanzierung, der Sicherheit und dass die Schweiz als Einheit hinter einer Kandidatur stehen würde, sind Maurer die nachhaltige Nutzung der Sportanlagen und der Grundsatz, so weit als möglich bestehende Infrastrukturen (Beispiel: Skipisten) einzubinden, wichtig. Maurer kam zum Ergebnis: «Wenn die Schweiz mit ihrem Standard die Spiele nicht durchführen könnte, wer könnte sie dann durchführen?» 
 

Podiumsdiskussion Olympische Winterspiele in der Schweiz (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Podiumsdiskussion Olympische Winterspiele in der Schweiz
Gian Franco Kasper erörterte in Magglingen auf prägnante Weise die grundsätzlichen Anforderungen an Winterspiele. «Es müssen konzentrierte Winterspiele sein», sagte der 66-jährige Engadiner. Davos/St. Moritz wäre für Kasper in dieser Hinsicht eine erstklassige Kandidatur. Nach Kaspers Meinung ist es in Zukunft wichtiger, Winterspiele auf die Beine zu stellen, die diesen Namen verdienen, als die Winterspiele in Metropolen auf Meereshöhe abzuhalten – wie etwa heuer Vancouver oder 2014 Sotschi.

Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild sagte klar, dass eine Kandidatur nur mit einem «guten Konzept» Sinn mache. Und eine Kandidatur müsse von unten, bei den Gemeinden beginnen. «Bei uns kann nicht wie in Russland der Staatspräsident Spiele verordnen.» Tourismusprofessor Hansruedi Müller betonte die Nachhaltigkeit, die bei den letzten Austragungsorten wie beispielsweise Turin, das 1999 gegenüber Sion den Zuschlag für die Spiele 2006 erhalten hatte, nicht gegeben war.

Für Schweiz-Tourismusdirektor Jürg Schmid ist klar, dass die Schweiz von Winterspielen profitieren würde, «die Marke Schweiz würde eine Wertsteigerung erhalten.» Skicross-Olympiasieger Mike Schmid sagte frei von der Leber weg, dass für ihn sowie für alle Sportler und Jugendliche Olympische Winterspiele das Grösste seien. «Wenn ich in der Schweiz Olympiasieger geworden wäre, wäre meine Goldmedaille wahrscheinlich noch mehr wert, wäre die Aufmerksamkeit noch grösser als jetzt.»

 

Matthias Remund (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Matthias Remund, BASPO-Direktor

Mike Schmid (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Mike Schmid, Skicross-Olympiasieger

Altbundesrat Adolf Ogi, Matthias Remund und Bundesrat Maurer (v.l.n.r) (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Altbundesrat Adolf Ogi, Matthias Remund und Bundesrat Maurer (v.l.n.r)

Zuletzt aktualisiert am: 18.11.2010

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