Olympische Winterspiele in der Schweiz
Der Bundesrat erachtet Olympische Winterspiele in der Schweiz unter gewissen Umständen als machbar. Das hält er in der Antwort auf eine Anfrage von Tarzisius Caviezel fest.
Je nach Rahmenbedingungen wäre die Schweiz in der Lage, olympische Winterspiele zu organisieren. Jedoch müsste das Internationale Olympische Komitee (IOK) neue Akzente setzen - weg von einer Grossstadt, zurück zu «weissen Spielen» in einer alpinen Landschaft. Ob das IOK bereit ist, eine solche Änderung der Vergabepraxis durchzuführen, würde sich bei der Beurteilung einer eingereichten Kandidatur zeigen. Dies schreibt der Bundesrat in seiner kürzlich veröffentlichten Antwort auf die Anfrage von Tarzisius Caviezel (FDP/GR). Der Bundesrat teilt die Ansicht des Fragestellers, dass die Durchführung eines sportlichen Grossanlasses das Image eines Landes positiv beeinflussen könne. Dies zeigten die Erfahrungen der EURO 2008. Ein Land, das eine solch grosse Herausforderung meistert, könne seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen und sich darüber hinaus als attraktives Wintersportland positionieren.
Kosten-Nutzen-Verhältnis ist entscheidend
Der Bundesrat rechnet ausserdem mit regionalen Wachstumsimpulsen. Vor allem die Tourismus-, Freizeit- und Sportindustrie würde von positiven Effekten profitieren. Auf der anderen Seite sei ein solcher Grossanlass für Bund, Kantone und Gemeinden mit einem erheblichen Aufwand verbunden. «Von zentraler Bedeutung ist daher, dass den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern auf allen Stufen ein plausibles Kosten-Nutzen-Verhältnis dargelegt wird. Diese Transparenz ist eine wichtige Voraussetzung für eine allfällige weitere politische Unterstützung.»
Anfrage inklusive vollständiger Antwort
