Ausbildung
Die Ausbildung wird vom Bundesamt für Sport BASPO in Zusammenarbeit mit ausgewählten Kantonen in der West- und Deutschschweiz je einmal jährlich angeboten.
Ziele
Den Teilnehmenden werden Methoden und Instrumente vermittelt, um ein lokales Bewegungs- und Sportnetz zu entwickeln, zu gestalten und zu führen. Sie verfügen nach der Ausbildung über Kompetenzen zur Übernahme der strategischen und operativen Leitung eines lokalen Bewegungs- und Sportnetzes. Diese Fähigkeiten ermöglichen es den Teilnehmenden, im Auftrag der Gemeinde Akteure wie Vereine, Schulen, Behörden und private Anbieter zu vernetzen. So können Anlässe besser koordiniert, die Anlagenbenützung optimiert und neue Angebote geschaffen werden.
Kursaufbau
Die Sportkoordinatorenausbildung besteht aus 3 Modulen, einem Praktikum und einer Projektarbeit. Die Module I und III sind Pflichtmodule, aus den Modulen II a-c muss der Teilnehmende mindestens ein Modul auswählen. Es können (gegen Aufpreis) auch alle Module besucht werden. Ein Wahlmodul wird bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 6 Personen durchgeführt. Detaillierte Informationen siehe Dokument Ausschreibung.
- Modul I (Pflicht): Grundlagen
- Modul IIa (Wahl): Spezialisierung
- Modul IIb (Wahl): Spezialisierung
- Modul IIc (Wahl): Spezielisierung
- Modul III (Pflicht): Methodenmodul
- Praktika (6Tage)
- Projektarbeit
Die ausgebildeten Sportkoordinatorinnen/-koordinatoren haben die Möglichkeit jedes zweite Jahr eine 1-tägige Fortbildung zu besuchen. Im Zentrum stehen dabei der Erfahrungsaustausch (Netzwerkpflege) sowie die Weiterbildung.
Sportkoordinatorenausbildung BASPO: Teilnehmerfeedback
«Es gibt eine neue Figur in der schweizerischen Sportlandschaft. Seit zwei, drei Jahren sprechen wir zwar schon von dieser Figur, aber fast jede und jeder hat ein eigenes Bild vom Sportkoordinator oder von der Sportkoordinatorin vor sich. Die wenigen, bereits vorhandenen Sportkoordinatoren sind meist verwegene Einzelkämpfer und Individualisten mit einem ungebrochenen Glauben an den Nutzen ihres Wirkens. Das BASPO hat die Zeichen der Zeit erkannt und einen praxisbezogenen Lehrgang geschaffen. Die Teilnahme war für mich ein Muss.
Im ersten Modul galt es, 18 solche Einzelkämpfer abzuholen und die Interessen zu bündeln. Keine leichte Aufgabe. Den Kursleitenden ist dies jedoch gut gelungen. Der erwachsenenbildnerische Ansatz des von einander Lernens wurde voll umgesetzt. Potenzial war ja reichlich vorhanden. Aus meiner Sicht rauften wir uns schnell zu einem Team zusammen. Schlüsselerkenntnis des erstens Moduls: Ich stehe mit diesem Job nicht mehr einsam und alleine da.
Das zweite Modul bot allen entscheidenden Playern auf nationaler und kantonaler Ebene die Möglichkeit, ihre Strategien und Philosophien aufzuzeigen. Wir Teilnehmenden waren und sind nun gefordert, unsere Netzwerke zu ergänzen oder die noch fehlenden Verknüpfungen herzustellen. Die Erkenntnis, Gutes zu tun, aber auch darüber zu sprechen, wurde uns in den Bereichen Medien und Marketing praxisnah vermittelt.
Mit dem zweiten Modul wurden unsere Diplomarbeiten genauer umschrieben und die Praktika definiert. Viel Arbeit wartet noch auf uns. Packen wir sie an!»
Peter Sommer, Teilnehmer Sportkoordinatorenausbildung BASPO 2009
Zuletzt aktualisiert am: 05.12.2011