Sport hat ein bedeutendes Integrationspotenzial. Verbindlich-regelmässiges Engagement, z. B. in einem Sportverein, wirkt sich positiv auf das soziale Zusammenleben, das Erlernen der hiesigen Sprachen, den Bildungserfolg, die Gesundheit und sogar auf die berufliche Eingliederung aus. Von Ausnahmen abgesehen sind Migrantinnen und Migranten sowohl im organisierten als auch im nichtorganisierten Sport untervertreten.
Das Bundesamt für Sport BASPO ist vom Bundesrat mit der Führung eines «Kompetenzzentrums Integration durch Sport KIS» beauftragt worden. Im Rahmen eines Massnahmenpakets zur Verbesserung der Integration von Zugewanderten soll auch der Sport für dieses Ziel genutzt werden.
Zielsetzung des KIS ist die Verankerung des Themas «Integration im und durch den Sport». Insgesamt wird eine Erhöhung der Sport- und Bewegungsaktivitäten der Migrationsbevölkerung angestrebt. Durch eine erhöhte Partizipation im Sport soll diese in soziale Netzwerke eingebunden werden.
Das Kompetenzzentrum ist seit anfangs 2009 in folgenden Bereichen aktiv:
- Entwicklung von Grundlagen mittels angewandter Forschung und Evaluationen
- Umsetzung von Grundlagen in internen Aus- und Weiterbildungs- und Fördergefässen sowie in externen Settings
- Durchführung eines jährlich stattfindenden Austauschworkshops mit Referaten und Projektpräsentationen
- Unterstützung von Projekten im Bereich «Integration durch Sport» mit Mitteln aus einem Projektfonds und Beratung
- Entwicklung und Bereitstellung von Praxisdokumenten und Handbüchern
- Zur Verfügung stellen einer Übersicht über laufende Projekte im Bereich Integration durch Sport
- Mitarbeit im nationalen Projekt des Bundes «Projets urbains»
, Beratung der Pilot- und Partnerprojekte im Hinblick auf eine gezielte Nutzung des Sportpotenzials
