Im Juli 2006 hat das Bundesamt für Migration BFM den Bericht «Probleme der Integration von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz» (Integrationsbericht 2006 ) veröffentlicht. Der Bericht kommt zum Schluss, dass sich das Zusammenleben zwischen der Schweizer Bevölkerung und den in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländern im Grossen und Ganzen erfolgreich gestaltet. Die Analyse macht jedoch deutlich, dass in verschiedenen Integrationsbereichen Defizite bestehen.
Der Bundesrat hat daher im August 2006 die Departemente und Bundesämter beauftragt, in ihren Zuständigkeitsbereichen Massnahmen zur Verbesserung dieser Situation zu entwickeln. In Folge wurde im Rahmen einer «Interdepartementalen Arbeitsgruppe für Migrationsfragen (IAM)» ein Massnahmenpaket ausgearbeitet, das vom Bundesrat im August 2007 verabschiedet wurde.
Schwerpunkte des Pakets bilden Massnahmen zur Sprachförderung und zur Förderung der gesellschaftlichen Integration im Wohnumfeld. Gleichzeitig stellt die Analyse des Integrationsberichts 2006 fest, dass eine erfolgreiche Integration in den Bereichen Bildung, Arbeit und soziale Sicherheit von günstigen Rahmenbedingungen betreffend Gesundheit, Wohnsituation, sozialen Kontakten vor Ort oder Herstellung von Chancengleichheit abhängt. Aus diesem Grund gelten als weiterer Schwerpunkt des Pakets Massnahmen, die zur Verbesserung der Rahmenbedingungen führen. Hierzu zählen auch Massnahmen zur Integrationsförderung im und durch den Sport.
Um die Thematik Integration nachhaltig im Bereich Sport zu verankern, hat das BASPO im Massnahmepaket den Aufbau und die Entwicklung eines Kompetenzzentrums vorgeschlagen. Dieses Vorhaben wurde vom Bundesrat genehmigt. Weiter wurde eine Erhöhung der zusätzlich erforderlichen Mittel von jährlich einer halben Million ab 2009 bis 2012 gutgeheissen. Das «Kompetenzzentrum Integration durch Sport KIS» konnte somit anfangs 2009 seine Arbeit aufnehmen.
