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Bundesamt für Sport BASPO
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Integrationspotenziale des Sports

Migrationshintergrund

1,5 Millionen niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer – d.h. ca. 20 % der Einwohner der Schweiz – haben in Bezug auf Bildung, Arbeit, Freizeit und Partnerschaft dieselben Bedürfnisse wie die schweizerische Bevölkerung. Sie wohnen vorwiegend in städtischen Agglomerationen, d.h. in Quartieren, die oft räumliche und soziale Probleme aufweisen. Faktoren wie Herkunft der Zugewanderten, unterschiedliche Bildungs- und Sprachkompetenzen sowie Geschlecht und Alter begünstigen bzw. beeinträchtigen den Zugang zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Leben unterschiedlich.

 

Integration als gesellschaftspolitische Notwendigkeit

Ausländerinnen und Ausländer, die sich dauerhaft in der Schweiz aufhalten, sollen einen chancengleichen Zugang zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Leben erhalten. Integration ist ein gegenseitiger Prozess, der die Offenheit der Schweizer Bevölkerung und ein Klima der Anerkennung voraussetzt. Von den Zugewanderten wird verlangt, dass sie sich um ihre Integration bemühen und die in der Schweiz geltenden Regeln und Gesetze einhalten. Ziele sind friedliches Zusammenleben, gegenseitige Achtung und Toleranz.

 

Sport – beträchtliches Integrationspotenzial

Sport ist ein wichtiges Element zur Förderung der aktiven Freizeitgestaltung. Er führt einen Grossteil der Kinder und Jugendlichen zusammen und fasziniert auch Erwachsene aller Alterskategorien. Verbindlich-regelmässiges Engagement (z. B. in einem Sportverein) wirkt sich positiv auf das soziale Zusammenleben, das Erlernen der hiesigen Sprachen, den Bildungserfolg und sogar auf die berufliche Eingliederung aus.

 

Sportverhalten der Migrationsbevölkerung

Zugewanderte stammen nicht selten aus Ländern, in denen Strukturen – vergleichbar mit unserem Vereinswesen – anders funktionieren oder aber weitgehend fehlen. Die Funktionsweise und Strukturen des Schweizer Sportsystems können also nicht als bekannt vorausgesetzt werden.

  • Schweizerinnen und Schweizer treiben deutlich mehr Sport als Ausländerinnen und Ausländer
  • Zugewanderte sind in den meisten Sportverbänden und -vereinen proportional untervertreten
  • Erwachsene mit Migrationshintergrund übernehmen kaum ehrenamtliche Funktionen in Sportvereinen
  • Im Fussball und Basketball sowie in einigen Kampfsportarten, wo Aktivmitglieder mit Migrationshintergrund proportional gut bis übervertreten sind, wirkt kulturelle Vielfalt einerseits bereichernd und leistungssteigernd, andererseits besteht im Wettkampfbereich und bei der Elternarbeit ein wachsendes Konfliktpotenzial

 

Zuletzt aktualisiert am: 27.08.2010

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