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Strategie für die Unterstützung von Sportgrossanlässe: Bundesrat will nachhaltige Impulse setzen

Bern, 01.10.2021 – Internationale Sportgrossanlässe in der Schweiz sollen verstärkt einen Impuls auf die Sportförderung auslösen sowie nachhaltig organisiert und umweltfreundlich durchgeführt werden. Das sieht die neue Strategie zur Unterstützung von Sportgrossanlässen in der Schweiz vor, die der Bundesrat an seiner Sitzung vom 1. Oktober 2021 zur Kenntnis genommen hat. Der Bundesrat hat das VBS zudem beauftragt, eine Botschaft zuhanden des Parlamentes mit den Krediten für die Sportgrossanlässe ab 2023 zu erarbeiten.

Jedes Jahr finden in der Schweiz internationale Sportgrossanlässe statt. Sie lösen vielfältige Wirkungen im Sport, in der Wirtschaft und Gesellschaft aus. Der Bund kann internationale Sportveranstaltungen in der Schweiz unter gewissen Vorgaben unterstützen. Dies mit finanziellen Mitteln oder aber auch mit Dienstleistungen der Armee und anderen Stellen. Diese Unterstützung hat auch zum Ziel, durch die Anlässe nachhaltige Impulse für die Weiterentwicklung des Breiten- und Leistungssports auszulösen. Beispielsweise, indem der jeweils mit der Durchführung beauftragte Verband in der Entwicklung seiner Sportart rund um den eigentlichen Event unterstützt wird und Anreize für über den Anlass hinaus wirkende Sportfördermassnahmen geschaffen werden.

Unterstützung wird an Nachhaltigkeits- und Good Governance-Vorgaben geknüpft

In Zukunft soll sich die Unterstützung von Sportgrossanlässen an einer Strategie orientieren, die das BASPO gemeinsam mit Swiss Olympic erarbeitet und die der Bundesrat zur Kenntnis genommen hat. Neben den verstärkten Impulsen für die Sportförderung sollen Sportgrossanlässe in Bezug auf Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Good Governance auch vorbildlich organisiert sein. Konkret sollen Unterstützungsbeiträge des Bundes verstärkt an Vorgaben geknüpft werden: Die Anlässe haben sich an den energie-, klima- und gesellschaftspolitischen Strategien des Bundesrats auszurichten.

Periodische Kreditbotschaften ab einem Bundesbeitrag von 200'000 Franken

Ausserdem ist vorgesehen, mittels regelmässiger und vorausschauender Unterstützungsentscheide auf Bundesebene die Planungssicherheit für alle Beteiligten zu erhöhen. So sollen den eidgenössischen Räten für Anlässe ab einem Bundesbeitrag von 200'000 Franken periodisch rund alle 3 bis 4 Jahre Kreditbotschaften unterbreitet werden. BASPO und Swiss Olympic fordern von den Sportverbänden eine langfristige Planung für Sportevents ein; auf der anderen Seite sollen die Verbände mit einem unterstützungswürdigen Projekt bei Bedarf mehrmals an einem Kandidaturverfahren teilnehmen können. Auf diese Weise können die Planungsarbeiten effizienter, flexibler und nachhaltiger erfolgen.

Eine Koordinationsstelle für Sportgrossanlässe soll damit betraut werden, das Wissen und die Erfahrung in der Organisation, der Umsetzung und der Finanzierung von Sportgrossanlässen in der Schweiz zu bündeln und zu entwickeln. Das BASPO und Swiss Olympic betreiben die Stelle und koordinieren dieses Vorhaben mit bestehenden Ressourcen. Sie involvieren Veranstalter, Kantone und weitere Beteiligte.

Weiteres Vorgehen: Kreditanträge und rechtliche Verankerung bis 2022

Im Rahmen der Umsetzung dieser Strategie hat der Bundesrat das VBS beauftragt, eine Kreditbotschaft für jene internationalen Sportgrossanlässe zu unterbreiten, die ab 2023 in der Schweiz geplant sind. Dies betrifft zum Beispiel die Mountain-Bike-Weltmeisterschaften 2025 im Wallis oder die Special Olympic Games 2029 in Graubünden.

Zudem wird das VBS einen Vorschlag erarbeiten, wie in der Sportförderungsverordnung Grundsätze zur Mitfinanzierung von Sportfördermassnahmen im Kontext von Sportgrossveranstaltungen verankert und präzisiert werden können. Sowohl die Botschaft als auch die Präzisierung der Sportförderungsverordnung sollen im Sommer 2022 vorliegen.

weiterführende Informationen

Adresse für Rückfrage

Lorenz Frischknecht
Stv. Chef Kommunikation / Sprecher VBS
+41 58 484 26 17

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