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E-Sport: Eine Spielkultur, keine Sportart

E-Sport stellt aus Sicht des Bundes in seiner heutigen Ausprägung keine Sportart im Sinn der Sportförderung dar. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Bundesamts für Sport BASPO.

28.03.2019 | Kommunikation BASPO

Symbolbild E-Sport


Der E-Sport boomt weltweit und sucht auch in der Schweiz den Anschluss an die traditionelle Sportwelt. Daraus ergab sich die Frage, ob es sich bei E-Sport um eine Sportart im traditionellen Sinn handelt. Aus Sicht der Sportförderung des Bundes ist dies nicht der Fall.

In einem Bericht hat das Bundesamt für Sport BASPO die aktuelle Situation analysiert und Chancen wie Risiken für den Sport allgemein und die Sportförderung evaluiert:

  • Das BASPO stellt fest, dass E-Sport nicht mit herkömmlichen Sportarten vergleichbar ist, weil keine Primärerfahrungen in direktem Kontakt mit Mitmenschen und der Umwelt möglich sind, sondern das Erlebnis im virtuellen Raum stattfindet. 
  • Die oft von Gewalt geprägten E-Sport-Games erfüllen die Anforderungen an den Kinder- und Jugendschutz nicht. 
  • E-Sport ist eine Spielkultur und trägt kaum dazu bei, die Sport- und Bewegungsaktivitäten der Menschen zu unterstützen.


Darum erachtet das BASPO den E-Sport in seiner heutigen Ausprägung nicht als Sportart im traditionellen Sinn und somit auch nicht als subventionsberechtigt gemäss den geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Sportförderung.