print preview Zurück zur Übersicht Startseite

Bundesrat will Covid-19-Unterstützung für professionellen und semiprofessionellen Mannschaftssport verlängern

An seiner Sitzung vom 27. Oktober 2021 hat der Bundesrat die Botschaft zur Verlängerung einzelner Bestimmungen des Covid-19-Gesetzes verabschiedet. Diese sieht auch weitere 100 Millionen Franken für den Sport vor.

27.10.2021 | COM BASPO, Tobias Fankhauser


Das Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz) ist seit dem 26. September 2020 in Kraft. Das Covid-19-Gesetz soll dem Bundesrat die Instrumente zur Verfügung stellen, die für die Bewältigung der Epidemie erforderlich sind.

Covid-19-Bestimmungen sind befristet

Die meisten Bestimmungen des Covid-19-Gesetzes sind bis am 31. Dezember 2021 befristet. Um sicherstellen zu können, dass er im Fall einer anhaltenden Krise auch nächstes Jahr über die nötigen Mittel zur Bekämpfung der Pandemie verfügt, hat der Bundesrat beschlossen, dem Parlament die Verlängerung einiger Bestimmungen des Gesetzes zu beantragen.

Auch die Sport-Artikel sollen in Kraft bleiben

Von den Verlängerungen der Bestimmungen soll auch der professionelle und semiprofessionelle Mannschaftssport profitieren. Potenzielle Einnahmeausfälle aufgrund neuerlicher Einschränkungen der Zuschauerzahlen will der Bundesrat mit der Verlängerung der Geltungsdauer von Artikel 12b Absatz 1-7 und des damit verbundenen Artikels 13 des Covid-19-Gesetzes bis zum 30. Juni 2022 absichern.

Mit der Verlängerung der Geltungsdauer kann verhindert werden, dass die Beitragszahlungen mitten in der Saison eingestellt werden müssen. Zudem würde eine Verlängerung verhindern, dass die Klubs ab Anfang Jahr Begehren für den Schutzschirm für Publikumsanlässe stellen und es dadurch aufgrund kantonaler Zuständigkeiten zu rechtsungleicher Behandlung innerhalb der Ligen kommt.

Darlehen und A-fonds-perdu-Beiträge

Gestützt auf das Covid-19-Gesetz wurden bis Ende August 2021 auf Gesuch hin an insgesamt 60 Klubs der professionellen und semiprofessionellen Ligen A-fonds-perdu-Beiträge im Umfang von insgesamt rund 76 Millionen Franken ausgerichtet. Bereits vorgängig waren an insgesamt 39 Klubs Darlehen im Umfang von knapp 101 Millionen Franken bewilligt worden.

Kein Anpassungsbedarf beim Stabilisierungspaket

Für den Breiten-, Nachwuchs- und nichtprofessionellen Leistungssport steht das von Swiss Olympic umgesetzte Stabilisierungspaket des Bundes zur Verfügung. Dieses basiert auf ordentlichem Recht (Artikel 4 des Sportförderungsgesetzes) und macht keine Anpassungen der rechtlichen Grundlagen erforderlich.

100 Millionen für den Sport im Jahr 2022

Der finanzielle Bedarf, der sich aufgrund der Verlängerung der gesetzlichen Bestimmungen ergibt, beläuft sich auf insgesamt 50 Millionen Franken. Ebenso hat die Verlängerung des Stabilisierungspaketes im Jahr 2022 einen Mittelbedarf von höchstens 50 Millionen Franken zur Folge. Die insgesamt 100 Millionen für den Sportbereich werden dem Parlament mit der Nachmeldung zum Voranschlag 2022 unterbreitet.

Stand A-Fonds-perdu-Anträge Mannschaftssport

Bundesamt für Sport BASPO Kommunikation
Tobias Fankhauser
Tel.
058 460 55 03