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Studie Leistungssport Schweiz: Sportpolitische Fördermassnahmen zeigen Wirkung

Der Schweizer Sport wurde zwischen 2011 und 2019 mit einer Vielzahl an sportpolitischen Massnahmen unterstützt. Diese tragen zu einer intakten Wettbewerbsfähigkeit im Leistungssport bei und wirken sich positiv auf die Perspektiven der Athletinnen und Athleten sowie die Arbeitsbedingungen von Trainerinnen und Trainern aus. Dies sind wesentliche Ergebnisse aus der Studie «Leistungssport Schweiz – Momentaufnahme SPLISS-CH 2019» des Bundesamts für Sport BASPO, welche in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic durchgeführt wurde. Die Studie wurde heute in Bern an einer Medienkonferenz mit Bundesrätin Viola Amherd vorgestellt.

28.06.2021 | Kommunikation BASPO

© Piotr Staron

Mit substanziellen Änderungen in der Sportförderung haben Swiss Olympic und der Bund in den letzten zehn Jahren die Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainer verbessert. Zu diesem Zweck wurde die gesetzliche Basis aktualisiert, die Finanzierung verbessert und die Partner besser eingebunden. Die Arbeitsteilung zwischen den subsidiären Steuerungsorganen wurde vorangetrieben und die olympische Bewegung in der Schweiz in ihrer Struktur modernisiert. Das zeigt die neue, repräsentative Studie der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM am Bundesamt für Sport BASPO in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic, dem Dachverband des Schweizer Sports.

Grossangelegte Befragung als Grundlage

Die Datenerhebung ist gestützt auf das SPLISS-Modell (Sports Policy factors Leading to International Sporting Success) und beleuchtet neun relevante Bereiche eines nationalen Leistungssportsystems. 1’151 Athletinnen und Athleten, 542 Trainerinnen und Trainern sowie 102 Chefinnen und Chefs aus dem Leistungssport haben dazu einen Fragebogen ausgefüllt. Auf der Basis einer umfassenden Literaturanalyse wurden zudem 87 Expertinnen und Experten aus dem Schweizer Sport interviewt.

Erhöhung der nationalen Finanzierung für den Sport

Die öffentlichen Gelder im Schweizer Sportsystem sind seit 2010 markant gestiegen. Dies ist unter anderem der Erhöhung der zweckgebundenen Zuwendungen der Landeslotterien für den Sport zuzuschreiben. Auch der Bund, Swiss Olympic und die Sporthilfe haben ihre finanzielle Unterstützung für den Sport ausgebaut.

Verbesserte finanzielle Situation der Athletinnen und Athleten

Zwischen 2010 und 2018 fand eine Verdreifachung der Unterstützungsgelder der Stiftung Schweizer Sporthilfe statt, was sich direkt auf das Einkommen der Athletinnen und Athleten ausgewirkt hat und die spürbarste Entwicklung hinsichtlich finanzieller Unterstützung darstellte. Die Analysen der Lohndaten zeigen, dass das Einkommen aus dem Sport bei den Sporttreibenden gestiegen ist. So hat sich der Median der Vollzeit-Sportlerinnen und -Sportler von 2010 bis 2018 verdoppelt.

Besserstellung des Trainerberufes

Mit der Subventionierung von Trainerlöhnen und den Anpassungen in den Ausbildungsstrukturen (Trainerbildung Schweiz) konnte die Attraktivität des Trainer-Berufsfeldes gesteigert werden. Durch die getroffenen Massnahmen von Swiss Olympic und Bund bezüglich Arbeitsbedingungen der Trainerinnen und Trainer sind gleichzeitig auch die Anforderungen an gute Steuerungs- und Regelungs-Prinzipien im Schweizer Leistungssport gestiegen.

Sechs Handlungsfelder für eine nachhaltige Weiterentwicklung

Vor dem Hintergrund der internationalen Einordnung des Fördersystems konnten anhand der Studie dessen Stärken und Schwächen erarbeitet werden. Die wichtigsten Ansatzpunkte für die zukünftige Gestaltung des Leistungssportsystems der Schweiz werden dabei in sechs Handlungsfeldern geortet. Es gilt, die strategische Steuerung zu verbessern, die Athletenwege weiter zu optimieren, die Karrieremöglichkeiten der Trainerinnen und Trainer zu stärken, die sportartenübergreifende Strukturförderung zu verbessern, das Leistungssportsystem mit führenden Organisationen zu vernetzen sowie den Leistungssport als Kulturgut in der Schweiz zu stärken.

 

Publikationen: Leistungssport Schweiz

Medienkonferenz

Bundesamt für Sport BASPO Kommunikation
Tobias Fankhauser
Tel.
058 460 55 03