FAQ

        

Sie können z.B. auf Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) hinweisen, die Sie dann auf Ihrer Webseite publizieren. Sollten Sie keinen Internetauftritt haben, dann können Sie Gästen, die das verlangen, einen entsprechenden schriftlichen Hinweis zukommen lassen. Wir empfehlen Ihnen der Einfachheit halber, AGB zu formulieren, in denen auch die Versicherung angesprochen ist. Diese gelten dann für sämtliche Aktivitäten, die Sie mit Gästen unternehmen.

Die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller muss das Gesuch bei der kantonalen Behörde am Wohnsitz oder Sitz einreichen. Die für den jeweiligen Kanton zuständige Behörde finden Sie unter folgendem Link: Kontaktstellen

Sofern Sie in der Schweiz keine Betriebsstätte nutzen und über einen IVBV-Ausweis oder über eine italienische Zulassung zur gewerbsmässigen Durchführung von Bergführer-Aktivitäten verfügen, benötigen Sie keine Bewilligung. Sie müssen auch keine Meldung mittels eines Meldeverfahrens machen. Die Risikoaktivitätengesetzgebung macht keine weiteren Vorschriften, um diese Aktivität durchzuführen.

Verfügen Sie allerdings nicht über einen IVBV-Ausweis oder über keine italienische Zulassung zur gewerbsmässigen Durchführung von Bergführer-Aktivitäten oder nutzen Sie in der Schweiz eine Betriebsstätte, so haben Sie sich einem Meldeverfahren nach dem Bundesgesetz über die Meldepflicht und die Nachprüfung der Berufsqualifikationen von Dienstleistungserbringerinnen und -erbringern in reglementierten Berufen zu unterwerfen. Die Meldung hat über das Online-Meldesystem auf der Internetseite des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zu erfolgen.

Regelung für ausländische Anbieter von Aktivitäten gemäss Risikoaktivitätengesetzgebung (Bewilligungen nach Art. 3 Bst. a bis h Risikoaktivitätenverordnung)

Die Bewilligung Kletterlehrerinnen und Kletterlehrer gilt vier Jahre. Dasselbe gilt für BergführerInnen, Bergführer-Aspirantinnen und -Aspiranten, SchneesportlehrerInnen, WanderleiterInnen. Bewilligungen für Anbieter von zertifizierten Aktivitäten (Canyoning, River-Rafting, Wildwasserfahrten, Bungee-Jumping) sind hingegen nur zwei Jahre gültig.

Ihre kantonale Bewilligung bleibt bis zu ihrem Verfall aber längstens bis zwei Jahre nach Inkrafttreten der Risikoaktivitätengesetzgebung gültig. Die Bewilligung gemäss Risikoaktivitätengesetzgebung muss folglich spätestens ab dem 1.1.2016 vorliegen. Das Gesuch muss rechtzeitig (spätestens bis Ende November 2015) bei der kantonalen Behörde an Ihrem Wohnsitz eingereicht werden. Haben Sie Ihren Wohnsitz im Ausland, so ist das Gesuch bei der kantonalen Behörde am Ort Ihrer hauptsächlichen Tätigkeit einzureichen.

Bis spätestens am 30.6.2014 müssen Sie ihr Gesuch unter Beilage der notwendigen Unterlagen gemäss Anhang 1 der Verordnung bei der kantonalen Behörde an Ihrem Wohnsitz einreichen. Haben Sie Ihren Wohnsitz im Ausland, so ist das Gesuch bei der kantonalen Behörde am Ort Ihrer hauptsächlichen Tätigkeit einzureichen.

Die Kantone dürfen lediglich Tätigkeiten regeln, welche von der Bundesgesetzgebung nicht bereits erfasst sind. Folglich ist weder eine Aufweichung noch eine Verschärfung von bestehendem Bundesrecht durch die Kantone möglich. Bei allfälligen Widersprüchen geht das Bundesrecht auf jeden Fall dem kantonalen Recht vor.

Um Wildwasserfahrten auf Fliessgewässern ab dem Schwierigkeitsgrad Wildwasser III durchführen zu können, benötigt Ihr Unternehmen eine Bewilligung. Das Gesuch um eine Bewilligung muss bis spätestens am 31.03.2014 bei der kantonalen Behörde am Sitz Ihres Unternehmens eingereicht werden. Hat Ihr Unternehmen seinen Sitz im Ausland, so ist das Gesuch bei der kantonalen Behörde am Ort der hauptsächlichen Tätigkeit des Unternehmens einzureichen. Ihr Unternehmen erhält in der Folge eine Bewilligung mit der Auflage, dass die erforderliche Zertifizierung innert Jahresfrist nachgereicht wird. Für die Zertifizierung bitten wir Sie, mit der Stiftung „Safety in adventures“ Kontakt aufzunehmen (www.safetyinadventures.ch).

Auch wenn Sie bereits über eine Zertifizierung der Stiftung „Safety in adventures“ verfügen, benötigen Sie eine Bewilligung. Das Gesuch um eine Bewilligung muss bis spätestens am 30.06.2014 bei der kantonalen Behörde am Sitz des Unternehmens eingereicht werden. Hat das Unternehmen seinen Sitz im Ausland, so ist das Gesuch bei der kantonalen Behörde am Ort der hauptsächlichen Tätigkeit des Unternehmens einzureichen.

Das Bewilligungsgesuch muss die Angaben und Unterlagen nach Anhang I der Risikoaktivitätenverordnung enthalten. Die Risikoaktivitätenverordnung finden Sie unter folgendem Link: Risikoaktivitätenverordnung Weitere Informationen dazu können den Vollzugshinweisen entnommen werden.

Die Risikoaktivitätengesetzgebung regelt ausschliesslich gewerbsmässige Tätigkeiten. Gewerbsmässig handelt, wer auf dem Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit Risikoaktivitäten ein Haupt- oder Nebeneinkommen von mehr als CHF 2300 pro Jahr erzielt (vgl. Art. 2 RiskV). Somit fallen jegliche Angebote, welche im Ausland stattfinden, nicht unter die Risikoaktivitätengesetzgebung. Die entscheidende Frage ist: Wird mit den Kajakkursen auf Schweizer Boden ab Schwierigkeitsgrad III jährlich ein Brutto-Einkommen von mehr als CHF 2300 erzielt? Falls ja, muss das Unternehmen zertifiziert werden und braucht eine Bewilligung gemäss der Risikoaktivitätengesetzgebung. Falls nein, muss das Unternehmen nicht zertifiziert werden und braucht keine Bewilligung gemäss der Risikoaktivitätenverordnung.