Bundesrat stützt Stossrichtung für zukunftsorientierten Breitensport
Die eingeschlagenen Stossrichtungen für eine zukunftsgerichtete Ausgestaltung der Sport- und Bewegungsförderung sollen weiterverfolgt werden. Der Fokus liegt dabei auf einer verstärkten Vernetzung und Beratung. Zu diesem Schluss kommt der Bericht, den der Bundesrat in Erfüllung des Postulats der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) «Zukunftsorientierte Breitensportförderung» (21.3971) an seiner Sitzung vom 6. Dezember 2024 gutgeheissen hat.
Sport und Bewegung sind für die Bevölkerung in der Schweiz von zentraler Bedeutung. Sie ist überdurchschnittlich aktiv, ihr Sport- und Bewegungsverhalten basiert auf vielseitigen Bedürfnissen, ist facettenreich und findet in vielfältigen Sport- und Bewegungsräumen statt. Am häufigsten geschieht dies im Freien sowie tendenziell alleine und ungebunden. Diese Entwicklung hat sich durch die Pandemie zusätzlich verstärkt.
Bevölkerung braucht einfachen Zugang zum Sport
In seinem Bericht in Erfüllung des Postulats der WBK-S «Zukunftsorientierte Breitensportförderung» (21.3971) kommt der Bundesrat zum Schluss, dass angesichts der positiven Bedeutung von Sport und Bewegung geeignete Räume und entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stehen müssen. Hinsichtlich der Bewegungsräume stehen Nachfrage und Angebot in einem Spannungsverhältnis. Obwohl grundsätzlich genügend Sportanlagen und Bewegungsräume vorhanden sind, zeigen sich deutliche regionale, zeitliche und sportspezifische Unterschiede. Optimierungsbedarf besteht vor allem in den Städten, da die Nachfrage von Schul- und Vereinssport nicht überall gedeckt werden kann. Dabei ist nicht nur bei der Erstellung von neuen Sportanlagen anzusetzen. In Zukunft braucht es insbesondere eine effizientere Nutzung der bestehenden Infrastruktur.
Kantone und Gemeinden sind gefordert
Eine nachhaltige Planung und Bereitstellung von Sport- und Bewegungsräumen liegt insbesondere in der Verantwortung von Kantonen und Gemeinden. Die kantonalen und kommunalen Fachstellen sollen vermehrt die Raumplanungsbehörden für die Bedeutung von Sport- und Bewegungsfreiräumen sensibilisieren. Geeignete Instrumente hierzu sind Kantons- und Gemeinde-Sportanlagenkonzepte, bei denen der Bund beratend unterstützt.
Im Leistungssport können Sportanlagen von nationaler Bedeutung mit dem bewährten Nationalen Sportanlagenkonzept (NASAK) gefördert werden. Der Bundesrat sieht keinen Bedarf für die Schaffung eines neuen Förderinstruments von innovativen Sportanlagen des Breitensports.
Mehr Freiräume für Sport- und Bewegungsaktivitäten
Der Bundesrat will die eingeschlagenen Stossrichtungen der zukunftsgerichteten Sport- und Bewegungsförderung weiter vorantreiben: Die bestehenden Gefässe zur Vernetzung, Koordination und Beratung auf Stufe Bund sollen weitergeführt und gestärkt werden. Die Umsetzung erfolgt subsidiär und im Rahmen der vorhandenen Ressourcen.
Konkret soll das Bundesamt für Sport BASPO das Wissen bündeln, die Vernetzung und den Wissenstransfer sicherstellen und so sukzessive zum «Kompetenzzentrum Sport für alle» werden.
Weiter ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Planung und Bereitstellung von Freiräumen für die Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten eine hohe Wirkung für die zukunftsorientierte Breitensportförderung entfalten kann. Er will daher die anstehende Revision des Sportförderungsgesetzes nutzen, um die Rolle des Bundes bei der Sicherstellung des öffentlichen Zugangs zu Bewegungsräumen zu klären.
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