Engagiert für einen diskriminierungsfreien Sport
Diskriminierung hat im Sport keinen Platz. Ein konsequenter Schutz aller Beteiligten ist entscheidend, um Chancengleichheit und Respekt im Sportsystem zu gewährleisten.
Das Schweizer Sportsystem hat in der Ethik-Charta und dem Ethik-Statut ein Diskriminierungsverbot verankert. Unter Diskriminierung versteht man die ungerechtfertigte Benachteiligung einzelner Menschen oder einer Gruppe aufgrund von bestimmten Merkmalen. Die Ethik-Charta und das Ethik-Statut halten denn auch klar fest, dass niemand auf Grund von Nationalität, Alter, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, religiöser oder politischer Ausrichtung sowie aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung diskriminiert werden darf. Diskriminierende Sprache, rassistische Aussagen sowie rassistisches Verhalten bis hin zu Übergriffen werden nicht toleriert.
Das Verbot in der Ethik-Charta und dem Ethik-Statut nimmt Bezug auf das verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot (Artikel 8 Bundesverfassung) und verankert diesen Grundsatz auf privatrechtlicher Stufe. In Bezug auf besonders gefährdete Gruppen wie z.B. Frauen, Kinder und Jugendliche oder Menschen mit Behinderungen ist die Schweiz internationalen Übereinkommen beigetreten und hat sich so zur Einhaltung von Standards verpflichtet. So z.B. mit dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes der UNO oder dem Übereinkommen der UNO über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Unterschiedliche Behandlungen von Menschen sind in den Sportregelwerken nur dann erlaubt, wenn sie aus triftigen Gründen z.B. für die Gewährleistung der Chancengleichheit im sportlichen Wettbewerb erforderlich und gerechtfertigt sind.
Engagement des BASPO
Im Rahmen des Bildungsauftrags des BASPO werden ethische Grundsätze, darunter auch der Schutz vor Diskriminierung, zielgruppengerecht thematisiert und entsprechende Kompetenzen in verschiedenen Gefässen gefördert. Referenz ist das Magglinger Ausbildungsmodell. Es beschreibt die gemeinsame Stossrichtung aller Ausbildungen des Bundesamtes für Sport BASPO. Dabei sind Haltungen und Werte integraler Bestandteil der Bildung.
Unabhängige Meldestelle
Zum Schutz der Sportlerinnen und Sportler wurde mit Swiss Sport Integrity eine zentrale und unabhängige Meldestelle geschaffen. Die Unabhängigkeit der Stiftung garantiert eine vertrauliche Behandlung und konsequente Aufarbeitung der Meldungen, damit Verstösse und Missstände schnellstmöglich aufgedeckt und beseitigt werden. Das Meldeportal steht allen Personen offen, die eine Meldung machen wollen oder Erstberatung suchen.
Mehr dazu
- Kulturelle Vielfalt, Jugend+Sport
- Sport mit und ohne Behinderungen, Jugend+Sport
- J+S-Merkblatt «Diskriminierende Ausdrücke», Jugend+Sport
- J+S-Lernbausteine: Vielfalt leben / Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport / Wertvoller Sport / Inklusive J+S-Aktivitäten
- Interdisziplinäre Weiterbildungsmodule, Nationale Datenbank Sport NDS
- Förderung von Mädchen und Frauen, Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM
- Fachstelle Integration und Prävention, Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM
- System «Wertvoller Sport», Swiss Olympic
- Ethik-Kompass, Swiss Olympic
- Umgang mit Transgender Athlet/-innen, Swiss Olympic
- Broschüre Inklusion und Vielfalt in Jugendverbänden, Pfadibewegung Schweiz
Bundesamt für Sport BASPO
Hauptstrasse 247
2532 Magglingen
