SOPHYA-Studie

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Die SOPHYA-Studie (Swiss children’s Objectively measured PHYsical Activity) hatte zum Ziel, das Bewegungsverhalten von 6-16-jährigen Kindern aus der Schweiz objektiv zu messen und mittels Erhebung von soziodemographischen Daten, und Informationen zur Wohnumgebung Faktoren zu identifizieren, welche sich auf das Bewegungsverhalten der Kinder auswirken. Gleichzeitig wurde das Sportverhalten von 6-11-jährigen Kindern in einem Interview erfasst.

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Basierend auf den Beschleunigungsmessern waren die Kinder durchschnittlich 79 Minuten pro Tag körperlich aktiv und erreichten zu 64% die Bewegungsempfehlungen von mindestens 60 aktiven Minuten pro Tag. Es gab allerdings grosse Unterschiede. Generell bewegten sich Knaben mehr als Mädchen und die körperliche Aktivität nahm mit dem Alter kontinuierlich ab. Kinder aus der Deutschschweiz bewegten sich mehr als diejenigen aus der Romandie. Am wenigsten aktiv waren Kinder aus der italienischen Schweiz. Ein Stadt-Land-Unterschied konnte nicht beobachtet werden. Gemäss Interviewdaten waren sozial weniger privilegierte Kinder und ausländische Kinder seltener sportlich aktiv. Dieser Unterschied konnte in der exakt gleichen Studienpopulation, aber basierend auf den Messungen mit den Beschleunigungsmessern nicht bestätigt werden.

Laut Interview trieben 36% der Kinder ausserhalb der Schule mehr als 3 Stunden/Woche Sport, während 16% nicht regelmässig sportlich aktiv waren. Die Zeit, die mit sportlichen Aktivitäten verbracht wurde, stieg zwischen dem 6. und dem 11. Lebensjahr an, während die unstrukturierte Bewegung mit dem Alter abnahm. Zwei Drittel der Kinder waren Mitglied in einem Sportverein und 35% besuchten - sofern angeboten - den freiwilligen Schulsport.