Flavia von Känel: «Am liebsten würde ich selber auf dem Platz stehen»
Sie arbeitet am Bundesamt für Sport BASPO im 5. Stock des Grand Hôtels mit einer 70%-Stelle in der Personaladministration von Human Resources, Flavia von Känel, die 23-jährige Aargauer Nationalliga-A-Fussballerin. Am 16. März dieses Jahres erlitt die Innenverteidigerin des FC Luzern im Meisterschaftsspiel gegen den FC St. Gallen einen Achillessehnenriss. Aktuell ist die Aargauerin, die schon zum B-Nationalteam gehörte, in der Reha-Phase und verfolgt intensiv die Spiele der Frauen-Fussball-Europameisterschaft in England. Wir haben Flavia ein paar Fragen gestellt.
Flavia, wie geht es dir aktuell?
Flavia von Känel: Mit dem Wiederaufbau bin ich auf einem guten Weg. Zwei- bis dreimal pro Woche gehe ich in Rheinfelden im ALTIUS Swiss Sportmed Center in die Physiotherapie. Dort steht neben spezifischen Kraftübungen auch Massage auf dem Programm. Joggen kann ich leider erst wieder im September, auch Balltraining ist nicht möglich. Aber mein Bewegungsdrang ist da (lacht).
Du gehörst zum weiteren Kreis des Schweizer Frauen Fussball-Nationalteams. Wie verfolgst du die aktuell laufende Frauen-EM?
Was geht dir durch den Kopf, wenn die Schweizerinnen spielen?
Am liebsten würde ich selber auf dem Platz stehen (strahlt). Ich drücke ihnen die Daumen und hoffe, dass sie drei Punkte gewinnen. Gegen Portugal haben sie nicht das gezeigt, was sie können. Dann kam das Pech mit den Darmerkrankungen. Sie haben aber gegen Schweden eine starke Reaktion gezeigt. Am Ende hat aber doch die Klasse der Weltranglisten-Zweiten den Unterschied ausgemacht und die Schwedinnen haben verdient gewonnen.
Hast du während dieser EM auch Kontakt zu Nati-Spielerinnen?
Nein, aber sonst am meisten mit der SC Freiburg-Bundesligaspielerin Svenja Föllmli, mit der ich in der Saison 2020/2021 bei Luzern zusammengespielt habe, und mit Nadine Riesen vom FC Zürich, die ich von den B-Nati-Zusammenzügen her kenne.
Flavia, wir danken dir für das Gespräch und wünschen dir auf dem Weg zurück auf den Rasen weiterhin alles Gute! (das Gespräch fand vor dem Spiel gegen Holland statt.)
Bundesamt für Sport BASPO
Hauptstrasse 247
2532 Magglingen


