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Sport in der Berufsfachschule: Erfreulich grosses Interesse

«Zukunft Berufsfachschulsport: Neue Lehrpläne für den Sportunterricht», so lautete das Thema der Tagung, zu der die Schweizerische Vereinigung für Sport an Berufsfachschulen SVBS und das Bundesamt für Sport BASPO luden. Anhand von Praxisbeispielen wurden über 230 Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz in Workshops die neuen Lehrpläne näher gebracht.

21.11.2016 | Raphael Donzel

 In den Workshops fand ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den 230 Teilnehmenden statt.
In den Workshops fand ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den 230 Teilnehmenden statt.

«Als Massstab für die Bedeutung des Sports in den Berufsfachschulen kann die hohe Präsenz von euch gelten», sagte Roland Müller, Mitautor des neuen Rahmenlehrplans für den Sportunterricht in den Berufsfachschulen. Das Ziel der Veranstaltung, die gemeinsam von der Schweizerischen Vereinigung für Sport an Berufsfachschulen und dem Bundesamt für Sport BASPO durchgeführt wurde, war es, in zahlreichen Workshops die Teilnehmenden für die neuen Lehrpläne zu sensibilisieren und zu zeigen, wie der Unterricht damit gestaltet werden kann.

Ein Werkzeug für die Entwicklung und die Gesundheit

In seinem Einführungsreferat wies der Sportmediziner Stéphane Tercier, der an der biologischen und medizinischen Fakultät der Universität Lausanne tätig ist, auf den Nutzen des Sports für das physische Wohlbefinden sowie die positiven Auswirkungen auf die psycho-soziale Gesundheit der Jugendlichen hin. Er erwähnte aber auch die Risiken des Sporttreibens. Professor Pierre-André Michaud, Spezialist für Jugendmedizin, sagte, dass Jugendliche altersbedingt mehr Risiken eingehen als Erwachsene und eher den «Kick» suchen. Der Grund, dass sie Risiken weniger einschätzen können als Erwachsene, habe mit der Entwicklung des Gehirns zu tun, Jugendliche können ihr Verhalten weniger steuern. Der Sport könne aber helfen, diese Emotionen unter Kontrolle zu bringen. 

Wertvolle Workshops

Im Rahmen der praktischen und theoretischen Workshops kamen die Teilnehmenden in den Genuss von einem Dutzend Pilot-Schullehrplänen aus drei Sprachregionen der Schweiz. «Diese Dokumente dienen als wertvolle Arbeitsgrundlage für die Schulen», freute sich Peter Moser, Verantwortlicher Bildung am BASPO. «Sie zeigen den Schulleitungen und dem Lehrkörper die Gestaltungsfreiheiten mit dem neuen Rahmenlehrplan auf.» Ein Aspekt, den auch Theo Ninck, Präsident der Mittelschul- und Berufsbildungsämterkonferenz, in seiner Grussbotschaft zu Beginn erwähnte.