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Finanzhilfen für Sportanlagen sind unter Dach und Fach

Der Nationalrat hat die Verpflichtungskredite im Rahmen des Nationalen Sportanlagenkonzepts für die Jahre 2022 bis 2027 gutgeheissen. Damit stehen Finanzhilfen von knapp 80 Millionen Franken für den Bau von Sportanlagen zur Verfügung.

08.12.2021 | Kommunikation VBS, Marco Zwahlen


Mit Finanzhilfen im Rahmen des Nationalen Sportanlagenkonzeptes (NASAK) fördert der Bund sowohl den Leistungs- als auch den Jugend- und Breitensport. Die Anlagen dienen den nationalen Sportverbänden für ihre Aktivitäten in den Bereichen Ausbildung, Training und Wettkampf. «Ein hochwertiger Sportanlagenpark ist deswegen auf der Angebotsseite ein grosser Treiber der Sportförderung in unserem Land», betonte Sportministerin Viola Amherd im Nationalrat.

Für die Jahre 2022 bis 2027 beantragt der Bundesrat dem Parlament Finanzhilfen in Höhe 67 Millionen Franken. Damit sollen Anlagen für diverse Sportartengruppen unterstützt werden:

  • Nautisme: stade d'eau vive pour le canoë-kayak, centre national de performance pour la voile à Lausanne, installations pour le surf et l'aviron (7,5 mio en tout)
  • Eissport: insbesondere Eisstadion in Genf, diverse Eishockeyfelder, Curlinghallen in Lausanne und im Tessin sowie Olympia Bob Run in St. Moritz (8,25 Mio.)
  • Turnsport: Anlagen in Bern und Morges (2 Mio.)
  • Schwimmsport: Hallenbad Zürich-Oerlikon und Leistungszentrum Ost (3 Mio.)
  • Rasensport: insbesondere Leistungszentrum Rugby in Yverdon (1,6 Mio)
  • Schneesport: insbesondere alpine Skipisten in Crans-Montana und der Lenzerheide, Freestyle-Anlagen in Mettmenstetten und im Engadin, nordische Anlagen in Engelberg und der Lenzerheide, im Obergoms und in Kandersteg (15,83 Mio.)
  • Ballsport: insbesondere Hallen in Schaffhausen, Bern und Frauenfeld (6,15 Mio.)
  • Polysportive Anlage Bahnradsport/Leichtathletik «Velodrome Ticino» (5 Mio.)
  • Polysportive Sportzentren: PSE Cornaredo in Lugano und Sportzentrum Ostschweiz, Gründenmoos in St. Gallen (10 Mio.)

Darüber hinaus sollen 7,67 Millionen Franken für diverse Sportanlagen von nationaler Bedeutung zugutekommen.

«Die Vorlage basiert auf einer Bedarfserhebung bei den nationalen Sportverbänden. Im Fokus stehen Projekte, die bis 2027 realisierungsreif werden», so Bundesrätin Amherd.

Mehr Geld und flexiblere Umnutzung der Kredite

Der Ständerat genehmigte die Vorlage im Herbst mit Änderungen einstimmig. Diesen Änderungen ist der Nationalrat nun gefolgt. Er unterstützt die Erhöhung der Finanzhilfen um 13 auf knapp 80 Millionen Franken. Damit sollen Beiträge für drei weitere Sportanlagen fliessen: Schwimmhalle in Bern (2 Mio.), Unihockeyhalle in Schiers (1,5 Mio.) und Sportzentrum Kerenzerberg (2 Mio.).

Um eine Überbrückungsfinanzierung zu verhindern, wie das beim Vorgängerprogramm NASAK 4+ der Fall war, wird der Kredit für «diverse Sportanlagen von nationaler Bedeutung» auf 15 Millionen Franken erhöht. Ebenso wird die Umnutzung der Kredite bei einer Projektaufgabe flexibler. Der Antrag des Bundesrats sah die gleiche Zweckbestimmung vor, das heisst, nur Ersatz-Projekte für die gleiche Sportart zu unterstützen. Beispielsweise eine Eishockey-Anlage durch eine andere Eishockey-Anlage. Mit der vom Ständerat eingebrachten Präzisierung der Zweckbestimmung wird es möglich, alternative Projekte innerhalb des gleichen Verpflichtungskredits zu unterstützen. Beispielsweise statt einer Eishockey-Anlage eine Curling-Halle. Minderheitsanträge zu den beiden letzten Punkten wurden abgelehnt.

Mit 188 gegen 1 Stimme bei 1 Enthaltung hat der Nationalrat die Vorlage verabschiedet.

Nationales Sportanlagenkonzepts (NASAK)

Im Rahmen des nationalen Sportanlagenkonzepts (NASAK) leistet der Bund Finanzhilfen an den Bau von Sportanlagen. Mit den NASAK-Programmen 1 bis 4 hat die Bundesversammlung 1998, 2000, 2007 und 2012 Verpflichtungskredite von insgesamt 170 Millionen Franken bewilligt. Daraus resultierten vertragliche Verpflichtungen über 143,5 Millionen Franken. 26,5 Millionen wurden nicht beansprucht und sind in den Staatshaushalt zurückgeflossen. Ende 2019 hat das Parlament zudem mit NASAK 4plus einer Überbrückungsfinanzierung zugestimmt und einen Kredit von 15 Millionen Franken für dringende, realisierungsreife Projekte in den Jahren 2020 und 2021 bewilligt. Der Bund beteiligt sich pro Anlage respektive Projekt mit einem Anteil zwischen 5 und 25 Prozent an den Baukosten. Im Durchschnitt beliefen sich die NASAK-Finanzhilfen auf rund 10 Prozent der anrechenbaren Kosten einer Investition. Damit wurde mit den bisher realisierten NASAK-Projekten ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,7 Milliarden Franken ausgelöst.

Dossier: Nationales Sportanlagenkonzept NASAK

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