Mädchen und Frauen im Sport
Trotz positiver Entwicklungen treiben Mädchen und junge Frauen in der Schweiz nach wie vor seltener Sport als ihre männlichen Altersgenossen. Das BASPO engagiert sich deshalb auf verschiedenen Ebenen dafür, Hindernisse abzubauen und den Zugang zu Sportangeboten gezielt zu fördern.
Die sportliche Betätigung von heranwachsenden Personen ist für die Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung besonders wichtig. Damit wird die Basis zum lebenslangen Sporttreiben gelegt. Mädchen und junge Frauen sind heute sportlich aktiver als früher (siehe Studie «Sport Schweiz»). Sie treiben jedoch weiterhin weniger Sport als Knaben und junge Männer. Dies trifft insbesondere auf junge Migrantinnen zu. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Auch eine geschlechtsspezifische Budgetanalyse von 2023 zeigt, dass sich das Verhältnis zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Jugendsportförderprogramm Jugend+Sport (J+S) in den letzten rund 20 Jahren nicht grundlegend verändert hat.
Um mehr Mädchen und junge Frauen zum Sporttreiben zu motivieren, muss man an ihren Bedürfnissen ansetzen. Es braucht niederschwellige Angebotsformate, die leicht zugänglichsind, keine Mitgliedschaft oder sportlichen Vorkenntnisse voraussetzen und nicht wettkampforientiert sind.
Engagement des BASPO
Das BASPO macht Finanzhilfen an Sportorganisationen u.a. davon abhängig, dass sie Vorgaben der guten Organisation und Verwaltungsführung beachten (Good Governance). Für nationale Sportverbände bedeutet dies, dass in ihren Leitungsorganen beide Geschlechter zu je mindestens 40% vertreten sind.
J+S unterstützt Leiterinnen und Leiter, Expertinnen und Experten sowie Coaches mit verschiedenen Ausbildungsinhalten dabei, Mädchen und junge Frauen in ihrem Trainingsalltag zu fördern, offen über frauenspezifische Themen zu sprechen und allfällige Herausforderungen zu meistern.
Die EHSM hat im Rahmen des Projekts «Diversität in den Studiengängen» ihre Eignungsabklärung angepasst. Der neue Studiengang setzt auf einen themenzentrierten Ansatz und interdisziplinäre Vernetzung und spricht gezielt auch Frauen an. Die EHSM engagiert sich zusätzlich im Thema Frau und Spitzensport und befähigt Studierende im Umgang mit Vielfalt während des Bachelorstudiengangs.
Mehr dazu
- J+S zu Mädchen und junge Frauen im Sport
- J+S–interdisziplinäre Weiterbildungsmodule zu Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport
- J+S-Lernbausteine: Vielfalt leben / Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport / Der Körper der Frau im Sport / Frauenspezifische Themen ansprechen / Frauenspezifische Trainingsplanung / Ausbilderinnen und Funktionärinnen fördern
- mobilesport.ch: Förderung von Mädchen und Frauen im Sport
- Bericht Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport. Aktueller Stand und Handlungsbedarf, in Kooperation mit der Laureus Stiftung Schweiz
- Handlungsempfehlungen Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport - Handlungsempfehlungen, Umsetzungsbeispiele z.H. der Laureus Stiftung Schweiz
- Swiss Olympic: Frau und Spitzensport
Bundesamt für Sport BASPO
Hauptstrasse 247
2532 Magglingen
