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MitteilungVeröffentlicht am 11. Februar 2021

«Mit Französisch werden wir uns immer einig»

Lorenza Leonardi Sacino, Raphael Donzel und Francesco Di Potenza sind für die dreisprachige Website mobilesport.ch des BASPO verantwortlich. Ihr Alltag ist die Sportförderung – und die Arbeit als dreisprachiges Team. Wie sie ihren Arbeitsalltag in Französisch, Italienisch und Deutsch organisieren? Erfahren Sie es in unserem Interview!

Wer arbeitet in eurem Team?
Wir sind von Haus aus drei Journalisten mit grosser Affinität zu sportdidaktischen Themen. Francesco ist der Chefredaktor und auch Gesamtverantwortlicher für die Inhalte in Goethes Sprache. Raphael, der Romand, ist ein typischer Bieler: Französisch und «Bieudütsch» sind seine Sprachen. Und er ist für den französischen Teil der Plattform zuständig. Lorenza stammt aus dem Tessin. Sie schreibt die italienische Version.

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus?
Wir publizieren Tipps und Tricks für Sport unterrichtende Lehrpersonen aus Schulen, Vereinen und dem Erwachsenensport, zum Teil auch für den Leistungssport. Dazu liefern uns Experten aus der ganzen Schweiz Beiträge aus ihren Spezialgebieten. Die Sprache des Originalmaterials spielt für uns keine Rolle. Alle Inhalte der Plattform sind frei zugänglich und selbstverständlich auf Italienisch, Französisch und Deutsch verfügbar.

In welchen Sprachen kommuniziert ihr gewöhnlich untereinander?
DE/FR/IT ist unser Akronym. Unter uns sprechen wir hauptsächlich Französisch, auch in internen Redaktionssitzungen. Eine natürliche Wahl, da wir uns alle drei in dieser Sprache gut verständigen können. Als Bieler haben wir das Französische ohnehin ständig in den Ohren und im Bewusstsein. Man könnte auch sagen: Mit Französisch werden wir uns immer einig.

Gibt es Fälle, in denen eine bestimmte Sprache zum Zug kommt?
Italienisch kommt oft in entspannten und lockeren Momenten zum Einsatz. In Zeiten der Büro-Präsenz wiederholt sich das mehrmals am Tag. In den täglichen kurzen Telefonkonferenzen oder in Infomails der Redaktion in Zeiten von Homeoffice sind wir jeweils in der eigenen Sprache unterwegs. Feinabsprachen erfolgen meist in Französisch.

Welches sind die Vorteile, in mehreren Sprachen zu arbeiten?
Mehrsprachigkeit ist ein unschätzbarer Vorteil, nicht nur auf beruflicher Ebene. In mehreren Idiomen miteinander kommunizieren zu können, erleichtert die Integration und Interaktion erheblich. Es fördert auch das vertiefte Verständnis für die Menschen der jeweils anderen Sprachkultur. Respekt ergibt sich natürlicherweise aus Dialog und Einfühlungsvermögen. Ein Wert, den wir als Verbreiter von Inhalten für Bewegung und Sport sehr gut kennen.

Gibt es auch Nachteile?
Ja, einen: Eine simple psychophysische Grenze. Sie manifestiert sich insbesondere bei Besprechungen gegen Ende des Arbeitstags. Es wird schwieriger, einem Gespräch zu folgen. Da fühlt man sich oft wie ein Goldfisch, der die Welt ausserhalb seines Glasbeckens betrachtet. Dabei entstehen originelle Wortkreationen – wie das Beispiel des rauen Halses, wenn die aus dem Französisch wörtlich ins Deutsche übersetzte «Katze im Hals» zu Deutsch eigentlich ein Frosch wäre.

Ein Teaminterview

Lorenza Leonardi Sacino, Raphael Donzel und Francesco Di Potenza teilen nicht nur die Leidenschaft für den Sport. Gemeinsam haben sie auch unsere Fragen für dieses Interview schriftlich beantwortet. Echte Teamarbeit eben!

Bundesamt für Sport BASPO

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2532 Magglingen