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MedienmitteilungVeröffentlicht am 29. Juli 2025

Mehr als ein Turnier: BASPO zieht positive EM-Bilanz

Magglingen, 29.07.2025 — Die Fussball-Europameisterschaft der Frauen in der Schweiz war aus Sicht des Bundesamts für Sport BASPO ein voller Erfolg. Sie hat dem Frauenfussball neue Strahlkraft verliehen, wichtige gesellschaftliche Impulse gesetzt und zeigt, dass auf diese Weise auch in Zukunft nachhaltige Sportgrossanlässe ausgerichtet werden können.

Mit der UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz ging am Sonntag der grösste Anlass Europas im Frauensport zu Ende. Die Schweiz hat mit diesem Turnier bewiesen, dass die Zusammenarbeit unter den Ausrichtern (Schweizerischer Fussballverband SFV, Union of European Football Associations UEFA), dem Bund, den Kantonen und den Städten sowie den Organisationen mit Verbindungen zur öffentlichen Hand, insbesondere Schweiz Tourismus und die SBB, hervorragend funktioniert.

Künftige Sportgrossanlässe profitieren von Frauen-EM

Das BASPO wird die Erfahrungen aus der Organisation der WEURO auswerten und für künftige Sportgrossanlässe nutzbar machen – insbesondere zur Weiterentwicklung von Standards mit Fokus auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit.

Die erfolgreiche Durchführung der Frauen-EM 2025 und die landesweite Begeisterung zeigen: Die Schweiz ist eine überzeugende Ausrichterin von Sportanlässen mit Strahlkraft im In- und Ausland. Dies ist auch ein Zeichen im Hinblick auf die Durchführung bevorstehender internationaler Sportgrossanlässe. Die WEURO beweist, dass grosse Anlässe in der Schweiz möglich sind – mit bestehender Infrastruktur, hoher Sicherheit, kurzen Wegen und gezielter Vermarktung.

15 Millionen Franken für Sportförderung, Tourismus und Tariferleichterungen im öV

Der Bund hat die Fussball-EM finanziell mit 15 Millionen Franken unterstützt. Fünf Millionen Franken gehen via SFV in die Weiterentwicklung des Frauenfussballs. Ebenfalls mit fünf Millionen Franken hat das Bundesamt für Verkehr BAV den öffentlichen Verkehr unterstützt. Die SBB und die öV-Branche leisteten zahlreiche Zusatzleistungen. Erste Zahlen deuten darauf hin, dass dank dem öV-Kombi-Ticket die überwiegende Mehrheit der Matchbesuchenden das Angebot nutzten und mit dem öV anreisten, was auch international Aufmerksamkeit und Anerkennung auslöste. Weitere fünf Millionen Franken standen für die touristische Landeskommunikation zur Verfügung. Die Mittel flossen in die Kampagne, mit der Schweiz Tourismus im Auftrag des Staatsekretariats für Wirtschaft SECO und in Zusammenarbeit mit den lokalen und regionalen Tourismusorganisationen die Schweiz im In- und Ausland präsentierte.

Impuls für Gleichstellung und Bewegung

Die Women’s EURO war mehr als ein sportlicher Grossanlass: Sie hat wichtige Impulse für Gleichstellung, Bewegung und neue Perspektiven im Sport gesetzt. Das BASPO engagiert sich dafür, dass der Erfolg über den Sport hinaus Wirkung zeigt – zum Beispiel mit Pilotprojekten, die Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund zu mehr Bewegung motivieren.

Langfristige Förderung im Fokus

Das BASPO fördert Mädchen und Frauen im Sport vielfältig: In der Jugendsportförderung werden Coaches so ausgebildet, dass sie besser auf die Bedürfnisse von Athletinnen eingehen können. Spezifische Lehrmittel behandeln frauenspezifische Themen, und es wird darauf hingearbeitet, mehr Frauen für Funktionen in Vereinen und Verbänden zu gewinnen.

Auch in der Forschung ist das Thema beim BASPO präsent – etwa bei Projekten zur Verletzungsprävention, Talentselektion oder zur Weiterentwicklung von Strukturen. Um dem Boom im Frauen- und Mädchenfussball gerecht zu werden, suchen SFV, Kantone und Gemeinden nach innovativen Lösungen für mehr und effizienter genutzte Sportflächen. Das BASPO unterstützt diese Arbeit über das Legacy-Konzept der WEURO.