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DossierVeröffentlicht am 16. September 2026

«Olympische und Paralympische Winterspiele 2038» in der Schweiz

Zwei Mal wurden bislang in der Schweiz Olympische Winterspiele durchgeführt. Beide Male in St. Moritz: 1928 und 1948. Seither blieben Schweizer Kandidaturen ohne Erfolg. Dies soll sich mit einer Bewerbung für die Austragung Olympischer und Paralympischer Winterspiele 2038 in der Schweiz ändern. Ende November 2023 entschied das IOK, dass die Schweiz in den «Privileged Dialogue» für die Austragung der Spiele 2038 aufgenommen wird.

Übersicht

Das Internationale Olympische Komitee (IOK) mit Sitz in Lausanne will eine neue Ära in Sachen Olympische und Paralympische Spiele einläuten. Mit der «Agenda 2020+5» sowie neuen, angepassten Vergabe- und Durchführungskriterien («The New Norm») soll Schluss sein mit Gigantismus. Auf dieser neuen Basis baute das Konzept der neusten Schweizer Kandidatur auf: die Idee von neuartigen Olympischen und Paralympischen Spielen mit dezentralem Ansatz.

Statt einer Austragungsstadt (Host City) würde sich erstmals ein Land als Host Country bewerben. Die Spiele würden sich dem Austragungsort anpassen – nicht mehr umgekehrt – und sollen von Nachhaltigkeit, Inklusion und Demut geprägt sein.

Federführung beim Privatsport

Swiss Olympic, die Schweizer Wintersportverbände und das IOK sind im April 2023 in den Dialog getreten, um zu überprüfen, ob und wie solche Spiele in der Schweiz organisiert werden könnten. Eine Machbarkeitsstudie von Swiss Olympic hat im Herbst 2023 bestätigt: dezentrale, nachhaltige Spiele sind in der Schweiz machbar. Daraufhin wurde der Verein «Olympische und Paralympische Winterspiele 2038» gegründet, der im Auftrag von SOA als Organisationskomitee amtet.

Am 29. November 2023 hat das IOK entschieden, die Schweiz in den sogenannten «Privileged Dialogue» für eine Austragung von Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038 (OPWS 2038) in der Schweiz aufzunehmen. Damit entfiel das Projekt «Switzerland 203x» als Option für die IOK-Doppelvergabe der Winterspiele 2030 und 2034.

Der Status «Privileged Dialogue» bedeutet, dass die Schweiz bis Ende 2027 Zeit hat, gewisse Themen zu vertiefen und ein ergänztes Dossier zu erarbeiten, ohne dass das IOC eine Konkurrenzkandidatur zulassen wird.

Das Kandidaturdossier OPWS 2038

Am 12. Januar 2026 hat der von Swiss Olympic beauftragte Verein «Olympische und Paralympische Winterspiele 2038» das Dossier für die Kandidatur an einer Medienkonferenz präsentiert.

Die Rolle des Bundes

Der Bund wird das Projekt und die Organisatoren weiterhin begleiten und den Fokus insbesondere auf grundlegende Themen wie Nachhaltigkeit, Legacy und Sicherheit legen.

Im September 2024 erklärte der Bundesrat, dass er dem Projekt positiv gegenübersteht und hat an seiner Sitzung vom 27. September 2024 beschlossen, die Arbeiten mit einer interdepartementalen Arbeitsgruppe des Bundes zu begleiten. Zudem hat er das VBS beauftragt, einen Planungsbeschluss vorzubereiten, der unter anderem die Fragen zur Rolle und der finanziellen Beteiligung des Bundes klärt.

In der Vernehmlassung wurde der Planungsbeschluss grossmehrheitlich begrüsst. Er sieht einen Bundesbeitrag von 200 Millionen Franken vor. An seiner Sitzung vom 19. Juni 2026 hat der Bundesrat von den Ergebnissen der Vernehmlassung Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.

22. Juni 2026

Der Bundesrat unterstützt Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 in der Schweiz

Der Bundesrat steht Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038 in der Schweiz positiv gegenüber. Er hat Anfang Jahr die Eckwerte für die Unterstützung des Sportgrossanlasses festgelegt. In der Vernehmlassung wurde der Planungsbeschluss nun grossmehrheitlich begrüsst. Er sieht einen Bundesbeitrag von 200 Millionen Franken vor. An seiner Sitzung vom 19. Juni hat der Bundesrat von den Ergebnissen der Vernehmlassung Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.

Frühere Kandidaturen: zwei Mal Olympia in St. Moritz

Die Schweiz hat in den Jahren 1928 und 1948 in St. Moritz Olympische Winterspiele durchgeführt. Seither wurden verschiedene Kandidaturen in Erwägung gezogen. Am 3. März 2013 hatte das Bündner Stimmvolk eine Kandidatur für die Winterspiele 2022 abgelehnt. Zu einer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 haben die Bündner bei der Abstimmung vom 12. Februar 2017 erneut Nein gesagt. Damit blieb als einzige Schweizer Kandidatur «Sion 2026» übrig. Die Walliser Bevölkerung hat am 10. Juni 2018 die entsprechende Vorlage abgelehnt. Damit war das Projekt «Sion 2026» vom Tisch.

Fragen und Antworten zum Projekt «Olympische und Paralympische Winterspiele 2038» in der Schweiz

Rolle des Bunds

Volksabstimmung

Finanzierung

Sicherheit

Timeline

Mehr dazu

Mitteilung1. Oktober 2026

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Der Nationalrat stimmt dem Bundesbeschluss  zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038 mit Änderungen zu. Diese beinhalten Ergänzungen insbesondere zu Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Regionalprodukten, Berichterstattung und demokratischen Verfahren. Das Geschäft geht in den Ständerat.

Medienmitteilung22. Juni 2026

Der Bundesrat unterstützt Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 in der Schweiz

Der Bundesrat steht Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038 in der Schweiz positiv gegenüber. Er hat Anfang Jahr die Eckwerte für die Unterstützung des Sportgrossanlasses festgelegt. In der Vernehmlassung wurde der Planungsbeschluss nun grossmehrheitlich begrüsst. Er sieht einen Bundesbeitrag von 200 Millionen Franken vor. An seiner Sitzung vom 19. Juni hat der Bundesrat von den Ergebnissen der Vernehmlassung Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.

Medienmitteilung14. Januar 2026

Bundesrat unterstützt Olympische Winterspiele 2038 in der Schweiz

Der Bundesrat steht Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038 in der Schweiz positiv gegenüber und sieht die grossen Chancen, die ein solcher internationaler Grossanlass für Sport und Gesellschaft bietet. An seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 hat der Bundesrat die Eckwerte für die Unterstützung des Sport-Grossanlasses in die Vernehmlassung geschickt. Der Grundsatz- und Planungsbeschluss sieht einen Bundesbeitrag von maximal 200 Millionen Franken vor, dies ohne Haftung für Defizite.

Medienmitteilung27. September 2024

Olympische und Paralympische Winterspiele 2038: Bundesrat sieht Chancen und will Eckwerte für Unterstützung festlegen

Das Internationale Olympische Komitee hat die Schweiz in einen privilegierten Dialog für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 eingeladen. Swiss Olympic hat bis spätestens Ende 2027 Zeit, unter Ausschluss weiterer Interessenten das bestehende Schweizer Austragungskonzept weiter zu bearbeiten. Der Bundesrat steht dem Projekt positiv gegenüber und hat an seiner Sitzung vom 27. September 2024 beschlossen, die Arbeiten mit einer interdepartementalen Arbeitsgruppe des Bundes zu begleiten. Zudem hat er das VBS beauftragt, einen Grundsatz- und Planungsbeschluss vorzubereiten, der unter anderem die Fragen zur Rolle und der finanziellen Beteiligung des Bundes klärt.

Medienmitteilung27. September 2024

Einbezug der Bevölkerung bei Olympischen Spielen und anderen Mega-Events: Bestehende Instrumente genügen

In der Schweiz liegen die notwendigen Rechtsgrundlagen und Instrumente vor, um die Bevölkerung bezüglich Planung und Organisation von Olympischen Spielen und weiteren Mega-Events einbeziehen zu können. Zu diesem Schluss kommt der Bericht, den der Bundesrat in seiner Sitzung vom 27. September 2024 in Erfüllung des Postulats der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (21.3022) «Mitsprache bei Olympischen Spielen und anderen Mega-Events» gutgeheissen hat.