Sport und Bewegung braucht Raum – dieser kann mit Sportanlagenkonzepten gesichert werden.
«Sportanlagenkonzepte – wichtig auf allen Planungsebenen», so lautete das Thema an der Tagung der Fachstelle Sportanlagen der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM am Donnerstag, 9. September 2021. Expertinnen und Experten zeigten auf, mit welchen Instrumenten dem Bedarf an Sportanlagen von kommunaler bis nationaler Ebene nachgekommen werden kann.
Die Schweizer Bevölkerung wächst, und wie unter anderem die Studie «Sport Schweiz 2020» zeigt, treiben Jung und Alt immer mehr Sport. Dazu benötigen sie Raum in Form von Innen- und Aussensportanlagen aber auch siedlungsnahe Freiräumen in der Natur, auf Wegen und Strassen. Diese Räume müssen geplant und in entsprechenden Zonen gesichert werden. Dazu braucht es Planungsinstrumente, die für die Bauprojekte und insbesondere für die politischen Entscheidungsträger hilfreich sind und eingesetzt werden können.
Nachdem Sandra Felix, die stellvertretende Direktorin des Bundesamts für Sport, die Teilnehmenden in der Aula willkommen geheissen hatte, führte Niklaus Schwarz, Leiter der Fachstelle Sportanlagen, in die Thematik der Tagung ein. «Wir benötigen immer mehr Sportanlagen und insbesondere Bewegungsraum. Dies hat sich nicht zuletzt im Lockdown im letzten Jahr gezeigt, wo viele Leute die Natur und die Freiräume in den Städten und Gemeinden als Sportplatz entdeckt haben , so Schwarz. «Mit auf lange Sicht ausgelegten Sportanlagenkonzepten können die Gemeinden, die Kantone und nicht zuletzt der Bund, der Nachfrage nach Sportanlagen und Bewegungsräumen gerecht werden.»
Die langjährige Mitarbeiterin der Fachstelle, Raffaela Léchot, machte einen Blick zurück, auf die Ursprünge der Gemeindesportanlagen-Konzepte, deren Planung Anfang des Jahrtausends noch durch das BASPO finanziell unterstützt wurden. In die andere Richtung, in die Zukunft ging in seinem Referat Martin Strupler, der ETH-Architekt sowie –Turn- und Sportlehrer, der sich seit Jahren schweizweit mit der Projektierung und der Planung von Sportanlagen auseinandersetzt. Zum Nationalen Sportanlagen-Konzept NASAK sprach Max Schubiger, der NASAK-Verantwortliche am BASPO. Seit dem Jahr 2000 wurden im Rahmen der NASAK-Projekte 1-4 über 100 Projekte mit Finanzhilfen von insgesamt rund CHF 150 Mio. unterstützt. Aktuell ist NASAK 5 in der parlamentarischen Beratung und die Weiterentwicklung der Sportanlagenförderung des Bundes ein politisches Thema. Auf der Ebene der Kantone zeigte Philipp Wermelinger vom Sportamt des Kantons Luzern, wie ebendieser Kanton, die Aufgaben zur Sicherung und Unterstützung der Sportanlagen gelöst hat,
In einem zweiten Tagungsteil wurden Projekte von verschiedenen Gemeinden und Kantonen aus der ganzen Schweiz vorgestellt. «Ich hoffe, dass Sie nun alle nach den vielen interessanten Beiträgen mit einem gefüllten Rucksack nach Hause gehen können, um bei Ihnen die Nachfrage an Sportanlagen und Bewegungsraum langfristig planen können», zog Niklaus Schwarz das Schlussfazit.
Bundesamt für Sport BASPO
Hauptstrasse 247
2532 Magglingen

