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Tagung: Qualifikation im Sportunterricht der beruflichen Grundbildung

Im November 2022 fand in Magglingen die Tagung «Qualifikation im Sportunterricht der beruflichen Grundbildung» statt. Es war eine Standortbestimmung zur Situation im Sportunterricht an den Berufsfachschulen, an der die verschiedenen Anspruchsgruppen zusammenkamen und sich austauschten.

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© BASPO

Sportunterricht in der Berufsfachschule ist ein wichtiges Instrument dafür, Jugendliche zu Sport und Bewegung zu animieren. Der Einsatz der Schülerinnen und Schüler wird dabei auch bewertet. So will es die Bundesverordnung über die Förderung von Sport und Bewegung, die am 23. Mai 2012 in Kraft gesetzt wurde. Sie verpflichtet die Berufsfachschulen dazu, im Sportunterricht pro Schuljahr mindestens einmal eine Qualifikation im Zeugnis festzuhalten. Die Form der Qualifikation ist dabei nicht definiert.

Unterschiedliche Bewertungsformen an den Berufsfachschulen

An der Tagung «Qualifikation im Sportunterricht der beruflichen Grundbildung» setzten sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie unterschiedlich die Berufsfachschulen in der Schweiz diese Aufgabe wahrnehmen. Nachdem der neue Rahmenlehrplan Sport im Herbst 2014 verbindlich wurde, hatten die Fachschaften der jeweiligen Berufsfachschulen zwei Jahre Zeit, um aus den Vorgaben des Rahmenlehrplans Lernziele für ihren eigenen Schullehrplan Sport abzuleiten. Seit dem Schuljahr 2017/2018 werden auch entsprechende Qualifizierungskonzepte umgesetzt.

Ausgangslage der Tagung war deshalb eine Studie, die das Bundesamt für Sport BASPO beim Sozialforschungsunternehmen Lamprecht & Stamm in Auftrag gegeben hatte. Sportwissenschaftlerin Dr. Angela Gebert stellte die Resultate der Studie vor und zeigte, wie unterschiedlich die Vorgaben im Rahmen des Lehrplans umgesetzt werden.

Unterschiede gibt es unter anderem bei der Wahl der Bewertung. Diese muss nicht unbedingt in Form einer Note erfolgen. Auch ein Buchstabe oder ein kleiner Text sind mögliche Bewertungsformen. Die Studie zeigt ausserdem, dass die unterschiedlichen Arten alle von den Schülerinnen und Schülern akzeptiert werden. Wichtiger als die Form der Bewertung ist, dass die Bewertungskriterien im Vorfeld klar kommuniziert werden.

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