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MitteilungVeröffentlicht am 7. Januar 2026

Studien belegen den Einfluss des elterlichen Bewegungsverhaltens auf Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich mehr bewegen, bewegen sich auch selber mehr. Das bestätigen zwei neue Untersuchungen anhand von Daten der Kinderkohorte der SOPHYA-Studie, die im Herbst 2025 in den Fachzeitschriften «Journal of Activity, Sedentary Behaviour and Sleep» und «BMC Public Health» veröffentlicht wurden.

Das Bewegungsmuster von Eltern färbt sich unmittelbar, aber auch fünf Jahre später noch auf die eigenen Kinder ab, wie eine der beiden kürzlich erschienenen Publikationen zeigt. So gleichen sich die Alltags-Bewegungsmuster von Eltern und Kindern bezüglich Sitzen, leichter und erhöhter Aktivität. Das Bewegungsverhalten ist dabei insbesondere bei Mutter-Kind-Paaren ähnlich.

Eltern als Vorbilder

Ergänzend dazu zeigt die zweite Publikation, dass Kinder von Müttern, welche die Schweizer Bewegungsempfehlungen einhalten, auch fünf Jahre später und unabhängig von Einkommen, Bildung oder Wohnumgebung aktiver sind, als Kinder von Müttern, welche die Bewegungsempfehlungen nicht erfüllen. Bei den Vätern gilt Gleiches in Bezug aufs Fahrradfahren. Auch die Sportvereinsaktivität hat Auswirkungen: Kinder sind deutlich häufiger selbst im Sportverein aktiv, wenn Mutter oder Vater auch Vereinsmitglieder sind.

SOPHYA-Studie als Basis

Die Längsschnittstudie SOPHYA (Swiss Children’s Objectively Measured Physical Activity) wurde inhaltlich und finanziell vom Bundesamt für Sport BASPO unterstützt. Forschende von Swiss TPH, dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, untersuchten darin über einen Zeitraum von fünf Jahren die Entwicklung des körperlichen Aktivitätsverhaltens von rund 430 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren in der ganzen Schweiz.

Wirksamkeit von organisiertem Jugendsport belegt

Im Rahmen der SOPHYA-Studie fanden Forschende in einer früheren Untersuchung heraus, dass der vom Sportförderungsprogramm Jugend+Sport (J+S) unterstützte organisierte Sport beim Aufhalten der Abnahme der körperlichen Aktivität eine wichtige Rolle spielt. Kinder, die an J+S-Aktivitäten teilnehmen, behalten mit höherer Wahrscheinlichkeit einen aktiven Lebensstil bei, wenn sie älter werden.

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