Zum Hauptinhalt springen

MitteilungVeröffentlicht am 24. August 2022

«Wir haben den Aufwand masslos unterschätzt»

Sie sind schon wieder Geschichte, die FISU World University Championship Orienteering, die vom 15. bis 21. August 2022 mit dem Zentralort Magglingen in der Schweiz ausgetragen wurden. Zum Organisationskomitee, das von Event Director Fritz Aebi angeführt wurde, gehörte auch Thomas Wyss. Der Prorektor der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM zieht nachfolgend Bilanz zu diesen Studierenden-Weltmeisterschaften im Orientierungslauf, die bei den 27 teilnehmenden Nationen aus der ganzen Welt sehr gut angekommen sind.

BIEL/BIENNE, 17AUG22 - Impression of the FISU World University Championship Orienteering Opening ceremony taking place in Biel/Bienne/Switzerland 17 August 2022. 

<br><br> WUCORIENTEERING2022/Rolf Gemperle
<br><br>

Thomas, du warst verantwortlich für das Event-Center in Magglingen. Lief da alles reibungslos ab, erwies sich das BASPO als Zentralort als ideal?

Thomas Wyss: Ja, am Schluss lief gegen aussen immer alles «reibungslos» ab – den Aufwand haben wir aber masslos unterschätzt. Das BASPO war als Zentralort ideal.

Was waren denn die hauptsächlichen Herausforderungen für dich und die EHSM-/BASPO-Crew in Magglingen?

Wir haben unterschätzt, wie wenig zuverlässig im Moment das Reisen mit dem Flugzeug ist. Unsere grösste Herausforderung der Woche war es, die 273 Personen aus 27 verschiedenen Ländern rechtzeitig nach Magglingen zu bringen.

Die Eröffnung und die Einzel-Sprint-Wettkämpfe fanden in Biel statt, alle übrigen Wettkämpfe im Oberaargau, Emmental und im Berner Jura. War das ideal?

Alle Wettkämpfe fanden zwischen dem Event Center Magglingen und Einzugsgebieten der austragenden 6 OL-Vereine (impols) statt. Die Wettkampfstandorte wurden nach der Passung zur jeweiligen Disziplin optimal ausgewählt. Die Athletinnen und Athleten wurden bequem mit Bussen an die Standorte gefahren.

Wie war die Zusammenarbeit mit dem OL-OK, mit Fritz Aebi und Co.?

Sehr gut und sehr intensiv. Auch alle anderen Ressortchefs im OK haben den Aufwand für ihre Aufgaben unterschätzt. Das gemeinsame «Chrampfe», die gemeinsamen Extrameilen haben uns auch zusammengeschweisst.

Was haben die teilnehmenden Nationen für Rückmeldungen zu Magglingen gegeben?

Sehr viel Dankbarkeit, sehr viel Herzlichkeit. Die Aussage «an diesen Standard kommt so schnell keiner ran» habe ich wiederholt gehört.

Die EHSM-Studierenden haben grosse Vorarbeiten geleistet und waren auch während den WM eingespannt. Wo lag der Nutzen für sie hauptsächlich?

Die Studierenden haben einen Einblick in die Organisation eines Grossanlasses erhalten. Sie haben erlebt, wie viel auch ein kleines Team mit viel Motivation und bei optimalem Teamwork bewegen kann. Die anwesenden Studierenden haben einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg von Magglingen als Event Center geleistet. Ihnen richte ich einen grossen Dank aus.

Was war dein ganz besonderes persönliches Erlebnis an diesen Studierenden-OL-WM?

Für mich waren die drei, unter der Leitung von Florence Pillet, Andrea Wüst und Marcel Muri, vollständig durch «Magglinger» vorbereiteten und durchgeführten Zeremonien die Highlights – und ich glaube, das gilt auch für die meisten Athletinnen und Athleten. Die Abschlussfeier war eine perfekte Kombination aus offizieller, formaler Feier mit Hymnen, Fahnenübergabe, etc., und spontaner, lebhafter Party; so sind beispielsweise alle Delegationen während der Zeremonie einmal verschwunden und verkleidet wieder zurückgekommen. 

Bundesamt für Sport BASPO

Kommunikation
Hauptstrasse 247
2532 Magglingen