FAQ

Häufig gestellte Fragen nach Themen: 

Begrifflichkeiten

Qualitätsgrundsätze beschreiben grundlegende Anforderungen, welche die Inszenierung von «gutem» Sportunterricht unterstützen. Die Erfüllung dieser grundlegenden Anforderungen unterstützt die Lehrperson in ihrer pädagogischen Arbeit und leistet damit einen Beitrag an die Unterrichtsqualität.

Anhand der Grundsätze lassen sich zudem Qualitätskriterien formulieren, die – sofern deren Einhaltung oder Umsetzung periodisch überprüft wird – als Ausgangspunkt für gezielte Qualitätsentwicklungsmassnahmen im Sportunterricht genutzt werden können.

Die Grundsätze gelten für alle Schulstufen und Schulformen wie Kindergarten, Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II Maturitätsschulen und Sekundarstufe II Berufsfachschulen.

Das Modell veranschaulicht die Zeitgefässe, in denen Bewegung im Rahmen der Schule ermöglicht werden kann. Die Darstellung soll zu einer einheitlichen Nutzung der Begriffe verhelfen und den Schulen bei der Integration von Bewegung in den Schulalltag als Hilfestellung dienen.
Das Modell der Bewegten Schule ist nach zeitlichen (vor/nach der Schule) und strukturellen (in der Schule – in der Klasse) Kriterien konzipiert. Es besteht aus acht Zeitgefässen:

  • In der Schule: Schulanlässe, Unterrichtsfreie Zeit, Freiwilliger Schulsport
  • In der Klasse: Sportunterricht, Bewegter Unterricht, Fächerübergreifender Unterricht
  • Vor/Nach der Schule: Schulweg, Hausaufgabenzeit


Modell Bewegte Schule

Mit «schulisch organisierter Grundbildung» sind schulische Vollzeitangebote wie Lehrwerkstätten, Handelsmittelschulen (HMS) oder Informatikmittelschulen (IMS) gemeint.

Hier sind 80 Lektionen Sport pro Schuljahr oder 2 Lektionen pro Woche einzuplanen (siehe Sportförderungsverordnung Art. 52, Abs.2.: Regelung des Umfangs des Sportunterrichts an Berufsfachschulen).

Die ersten beiden Jahre der achtjährigen Primarstufe meinen nach HarmoS die beiden Jahre Kindergarten oder Vorschule. Nach HarmoS wird somit die bis anhin 1. Klasse zur 3. Klasse.

Für Wirtschafts- resp. Handelsmittelschulen (HMS) gilt Art. 52, Abs. 2 in der Sportförderungsverordnung; diese Art von Schulen gehören zur schulisch organisierten Grundbildung. Demzufolge umfasst der Sportunterricht pro Schuljahr mindestens 80 Lektionen. Selbstverständlich darf er auch mehr umfassen; dies sind nur Minimalangaben. Die tatsächlich vorgesehenen Lektionen Sportunterricht sind in den Bildungsverordnungen geregelt, resp. für die HMS im Standardlehrplan für die Übergangszeit geregelt (aktuell sind das 240 Lektionen über 3 Jahre).

Bewegte Schule

Bewegung ist ein kindliches Bedürfnis. Das Kind begreift die Welt von klein auf mit seinem Körper und all seinen Sinnen. Durch Hantieren und Experimentieren entdeckt es Eigenschaften, Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten. Durch körperliche und räumliche Erfahrungen können Begriffe, Symbole oder abstrakte Strukturen wahrgenommen, verstanden und in Erinnerung behalten werden. Über Bewegung kann sich das Kind spielerisch mit einem Inhalt oder einer Tätigkeit auseinander setzen. Dies fördert eine positive Einstellung zur Schule und zum Lernen und fördert dadurch Motivation und Lernbereitschaft.

Wird ein Inhalt mit verschiedenen Sinnen wahrgenommen und gelernt, werden mehr Lerntypen angesprochen, die Konzentrationsdauer steigt und das Gelernte kann besser verarbeitet und gespeichert werden. Wissen kann also umso nachhaltiger behalten werden, je mehr Wahrnehmungskanäle genutzt werden (siehe auch: Fachhochschule Nordwestschweiz (Hrsg.). (2009). Begreifen braucht Bewegung und Zimmer, R. (2008). Handbuch der Sinneswahrnehmung. Grundlagen einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung)

Eine Rekognoszierung ist immer empfohlen. Die aktuellen Wetter- und Wegverhältnisse sind aber in jedem Fall vor Tourbeginn zuverlässig abzuklären.

Wer sich mit den Schülerinnen und Schülern am Wasser aufhält oder entlang dem Wasser unterwegs ist (Rast, Spiel, Exkursion, etc.), Schwimmen jedoch nicht im Programm vorgesehen ist, muss sicherstellen, dass sich niemand ins Wasser begibt. Dazu braucht es klare Regeln, die von den Verantwortlichen in jedem Fall durchgesetzt werden müssen. Wenn Schwimmen Teil des eingeplanten Programms ist, gelten die allgemeinen Bestimmungen zum Schwimmen während dem Unterricht.

Durch die (freiwillige) Übernahme dieser Begleitungsaufgabe entsteht, genau gleich wie beim obligatorischen Unterricht, eine Obhutspflicht. Das heisst, dass die Lehrperson für den Ausflug die Verantwortung für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler übernimmt. Die gleiche Verantwortung trägt im Übrigen auch ein Vater oder eine Mutter, wenn sie die Aufsicht über Kinder anderer Eltern übernimmt.

Das Modell veranschaulicht die Zeitgefässe, in denen Bewegung im Rahmen der Schule ermöglicht werden kann. Die Darstellung soll zu einer einheitlichen Nutzung der Begriffe verhelfen und den Schulen bei der Integration von Bewegung in den Schulalltag als Hilfestellung dienen.
Das Modell der Bewegten Schule ist nach zeitlichen (vor/nach der Schule) und strukturellen (in der Schule – in der Klasse) Kriterien konzipiert. Es besteht aus acht Zeitgefässen:

  • In der Schule: Schulanlässe, Unterrichtsfreie Zeit, Freiwilliger Schulsport
  • In der Klasse: Sportunterricht, Bewegter Unterricht, Fächerübergreifender Unterricht
  • Vor/Nach der Schule: Schulweg, Hausaufgabenzeit


Modell Bewegte Schule

Die Schülerinnen und Schüler können nur eine begrenzte Zeit konzentriert arbeiten. Die Konzentrationsfähigkeit ist je nach Alter unterschiedlich und liegt bei Fünf- bis Sechzehnjährigen zwischen ca. 15 und 30 Minuten. Durch Bewegungspausen soll der Unterricht rhythmisiert und die Konzentrationsfähigkeit wieder verbessert werden (siehe auch: Klimt, F.: Die Gestaltung der Schulpause aus sozialpädiatrischer Sicht. In: Sozialpädiatrie 3 (1981)).

Das Bewegungsförderungsprogramm «schule bewegt» des Bundesamts für Sport BASPO bietet einfach umsetzbare Bewegungsideen für den Unterricht. Zu verschiedenen Themen stehen Kartensets in Form von Modulen kostenlos zur Verfügung. Mehr Informationen zu «schule bewegt»: www.schulebewegt.ch

Weitere Bewegungsförderungsprogramme

Freiwilliger Schulsport

Prinzipiell ist es nicht empfehlenswert, eine Gruppe ohne Aufsicht fahren zu lassen. Wenn eine bestimmte Gruppe alleine fährt (dies ist grundsätzlich nur für Fortgeschrittene und bei stabilen Wetter- und Schneeverhältnissen möglich), sollte dies nur während einer begrenzten Zeit, in einer klar vereinbarten Umgebung (Piste und Lift definieren) und mit einem spezifischen Auftrag erfolgen.

Es empfiehlt sich, den Schüler nicht alleine zurückzuschicken. Er soll mit der Gruppe bis zum nächst gelegenen Restaurant fahren und gegebenenfalls in Begleitung (z.B. eines weiteren Schülers) dort warten. Falls zwei Lehrpersonen mit der gleichen Gruppe unterwegs sind, kann der Schüler mit der einen Lehrpersonen zur Talstation fahren und dort an einem abgemachten Treffpunkt auf den Rest der Gruppe warten.

Dem BASPO sind keine spezifischen Konzepte zum Thema Skifahren in der Grundschule bekannt. Allgemeine Förderung von Schneesportaktivitäten für Kinder und Jugendliche bieten Jugend+Sport («Skifahren») und Swiss Snowsports (Aktion «Snowli on tour»). Das Projekt GoSnow.ch – die Scheesportinitiative Schweiz bietet Schulen die Gelegenheit, zu günstigen Konditionen Schneesportlager durchzuführen.

Auch wenn das Klettern in der Grundausbildung thematisiert wurde, empfiehlt sich in jedem Fall eine zusätzliche Ausbildung, um Unterrichtslektionen in der Kletterhalle zu halten. Hilfreich für den Unterricht in der Kletterhalle sind die Broschüre «Sicher klettern», herausgegeben vom Schweizer Alpen-Club SAC, sowie die SAC-Kletterregeln.

Beim Klettern mit Schülern an künstlichen Kletteranlagen gibt es verschiedene Varianten mit sehr unterschiedlichen Risiken und dementsprechend unterschiedlichen Anforderungen an die Lehrperson:

Über die Anforderungen der Kletteranlage sollte sich die Lehrperson zusätzlich beim Betreiber der Anlage informieren, die sie besuchen möchte. Siehe dafür auch das Formular «Sicherheitsrichtlinien für externe Ausbildner/Betreuer».

Wer sich mit einer Schulklasse in oder auf ein stehendes oder fliessendes Gewässer begeben möchte, soll über eine entsprechende Ausbildung verfügen. Dabei gilt es immer auch das Alter und Können der Schülerinnen und Schüler sowie die eigene Erfahrung zu berücksichtigen. So ist es beispielsweise für eine erfahrene Lehrperson, die regelmässig mit ihrer 3. Klasse schwimmen geht, durchaus möglich, im Lehrschwimmbecken eine Gruppe von 16 Kindern zu beaufsichtigen. Eine Lehrperson, die zum ersten Mal mit der neu übernommenen 9. Klasse in ein gut besuchtes Bad geht und noch über wenig Erfahrung im Schwimmunterricht verfügt, ist dagegen gut beraten, die Gruppengrösse kleiner zu halten oder eine Begleitperson mit der entsprechenden Qualifikation mitzunehmen. Wer sich mit einer Gruppe zum ersten Mal im Tiefwasserbereich aufhalten will, sollte vorgängig zum Feststellen einer minimalen Selbstrettungskompetenz den bfu-Wasser-Sicherheits-Check (WSC) durchführen. Das macht auch bei älteren Schülerinnen und Schülern Sinn. In Anlehnung an Empfehlungen der SLRG und J+S emfpiehlt das BASPO für die Schule konkret:

Aktivität Maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson Empfohlene Module SLRG
Beaufsichtigtes Schwimm-/ Hallenbad 16 Brevet Basis Pool
Unbeaufsichtigtes Schwimm-/ Hallenbad 16 Brevet Plus Pool, bestandener Nothelfer, gültiger BLS-AED
Beaufsichtigtes See-/Flussbad 12 Brevet Basis Pool
See 10 Modul See, bestandener Nothelfer, gültiger BLS-AED
Fluss bis Wildwasser II 8 Modul Fluss, bestandener Nothelfer, gültiger BLS-AED

Die angegebene Gruppengrösse ist die maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson unter optimalsten Bedingungen. Je nach Einflussfaktoren der Umwelt oder den Kompetenzen der verantwortlichen Person muss diese Zahl nach unten angepasst werden.

Der freiwillige Sport im Rahmen der Schule wird durch das Angebot von J+S-Schulsport und Kindersport abgedeckt. Für alle weiteren Informationen dazu: J+S-Schulsport und J+S-Kindersport.

Lehrpersonen sind während des Schulunterrichts für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler verantwortlich. Sie haben daher alle möglichen und zumutbaren Massnahmen zu ergreifen, um diese Sicherheit zu gewährleisten. Welche Massnahmen jeweils getroffen werden müssen, kann nicht generell abstrakt festgelegt werden, sondern beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Die Einhaltung von allgemein anerkannten Sicherheitsstandards für definierte Tätigkeiten wird dabei vorausgesetzt. Wenn es darum geht, welches die allgemein anerkannten Sicherheitsstandards für bestimmte Aktivitäten sind, stützen sich Gerichte bei der Beurteilung von Sportunfällen nicht selten auf die Unterlagen von J+S ab.

Es gibt verschiedene Richtlinien, die beim Ausüben von Schneesportarten mit einer Schulklasse berücksichtigt werden müssen. So sind die FIS-Regeln und die SKUS-Richtlinien einzuhalten. Weitere hilfreiche Informationen (zum Beispiel bezüglich Schutzausrüstung) sind der Website der bfu zu entnehmen.

Lehrmittel

Das Lehrmittel «Sporterziehung in der Schule» ist online erhältlich auf www.mobilesport.ch. Die einzelnen Bände mit den entsprechenden Broschüren (D/F/I) können als pdf heruntergeladen werden: Lehrmittel Sporterziehung online.

Es ist keine Überarbeitung seitens Bund geplant. Allerdings werden momentan die Entwicklungen rund um die Lehrplanarbeiten (LP21 und PER) von den Kantonen und ihren Lehrmittelverlagen aktiv beobachtet.

Wegen der neuen Ausgangslage mit dem Sportförderungsgesetz ist die Produktion eines Lehrmittels nicht mehr die Aufgabe des Bundes. Dieser Bereich fällt vollständig in die Hoheit der Kantone. Das BASPO wird deshalb in eigener Regie kein neues Lehrmittel für den LP21 produzieren. Richtig ist hingegen, dass es eines oder allenfalls mehrere neue Lehrmittel brauchen wird. Das BASPO hat ein hohes Interesse daran, dass es auch in Zukunft qualitativ hochstehende und auf den LP21 abgestimmte Lehrmittel geben wird. Deshalb wird das BASPO versuchen, die (im Auftrag der Kantone lancierte) Lehrmittelproduktion zu subventionieren.

Das Bewegungsförderungsprogramm «schule bewegt» des Bundesamts für Sport BASPO bietet einfach umsetzbare Bewegungsideen für den Unterricht. Zu verschiedenen Themen stehen Kartensets in Form von Modulen kostenlos zur Verfügung. Mehr Informationen zu «schule bewegt»: www.schulebewegt.ch

Weitere Bewegungsförderungsprogramme

Lehrpläne

Aktuelle sprachregionale Lehrplanprojekte, welche auch den Sportunterricht betreffen, sind der Lehrplan 21(gemeinsamer Lehrplan der Deutschschweizer Kantone), PER (plan d´études romand) und den piano di studio für die Volksschule. Im Herbst 2014 wurde die Vorlage des Lehrplans 21 von den Deutschschweizer Erziehungsdirektorinnen und -direktoren freigegeben. Nun entscheidet jeder Kanton gemäss den eigenen Rechtsgrundlagen über die Einführung im Kanton. Vom Lehrplan 21 gibt es eine Vorlage sowie die kantonalen Versionen.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI (ehemaliges BBT) hat nach Anhörung des BASPO einen Rahmenlehrplan für Sportunterricht (RLP-S) in der beruflichen Grundbildung erlassen. Der neue Rahmenlehrplan wurde am 24. September 2014 erlassen und trat auf den 1. Oktober 2014 in Kraft. Die Berufsfachschulen haben nun für die Umsetzung in Schullehrpläne zwei Jahre Zeit.

Nach Art. 53, Abs. 1 der SpoFöV erlässt das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI (ehemaliges BBT) nach Anhörung des BASPO einen Rahmenlehrplan für Sportunterricht (RLP-S) in der beruflichen Grundbildung. Diese Arbeiten sind abgeschlossen. Der neue Rahmenlehrplan wurde am 24. September 2014 erlassen und trat auf den 1. Oktober 2014 in Kraft. Die Berufsfachschulen haben nun für die Umsetzung in Schullehrpläne zwei Jahre Zeit.

Mindestumfang

Da der Unterricht auf Stufe Kindergarten meistens nicht in einzelnen Lektionen (sprich nach einer festen Stundentafel) durchgeführt wird, sind Sport und Bewegung in den täglichen Unterricht zu integrieren. Der Sportunterricht ist in Form von eindeutigen Lerneinheiten in den Unterricht einzubauen und somit zeitlich und von der Inszenierung her freier gestaltbar. Die gewählte Form hat qualitativ und quantitativ dem Drei-Stunden-Obligatorium zu entsprechen. Um dem Sportunterricht als Bewegungs- und Motorikerziehung auf Kindergartenstufe optimal gerecht zu werden, empfiehlt es sich, einen Teil der Bewegungseinheiten auf Sportanlagen und mit Sportausrüstung durchzuführen.

Wenn ein Kanton in seinem Gesetz drei explizit verordnete Sportstunden auch im Kindergarten vorschreibt, erfüllt er damit die Vorgaben, wie sie im Sportförderungsgesetz formuliert sind ideal. Siehe auch Sportförderungsverordnung Art. 49, Abs. 1.

Nein, das stimmt nicht. Die Vorgabe lautet: Drei Lektionen zu mindestens 45 Minuten Sportunterricht wöchentlich (dies ist als unterer Grenzwert zu verstehen; mehr Lektionen sind in jedem Fall erlaubt). Zwei dieser drei Lektionen können in einer Doppellektion durchgeführt werden. Dabei wird die effektive Bewegungszeit ideal ausgeschöpft, weil sich der Zeitaufwand für Wege zu Turnhalle, Umziehen, Duschen, Anweisungen, Auf- und Abbau etc. reduziert. Das Drei-Stunden-Obligatorium kann nicht in Form von Sporttagen oder Sportanlässen kompensiert werden.

Die Kantone sind gemäss Bundesgesetz dazu verpflichtet das Drei-Stunden-Obligatorium einzuhalten. Aufgabe des Bundes ist es, zu informieren, zu beraten und zusammen mit den Kantonen die Ursache oder den Auslöser für die Nichteinhaltung zu suchen.

Für Wirtschafts- resp. Handelsmittelschulen (HMS) gilt Art. 52, Abs. 2 in der Sportförderungsverordnung; diese Art von Schulen gehören zur schulisch organisierten Grundbildung. Demzufolge umfasst der Sportunterricht pro Schuljahr mindestens 80 Lektionen. Selbstverständlich darf er auch mehr umfassen; dies sind nur Minimalangaben. Die tatsächlich vorgesehenen Lektionen Sportunterricht sind in den Bildungsverordnungen geregelt, resp. für die HMS im Standardlehrplan für die Übergangszeit geregelt (aktuell sind das 240 Lektionen über 3 Jahre).

Gut ausgebildete Lehrpersonen sind ein zentrales Element in der Umsetzung von Sport und Bewegung an der Schule. Nach Art.13 Sportförderungsgesetz sollen die Kantone deshalb nach Anhörung des BASPO quantitative und qualitative Anforderungen für die Ausbildung dieser Personen erlassen. Umgesetzt wird dies dadurch, dass die EDK im Auftrag der Kantone Vorschriften bezüglich der Ausbildung von Sportlehrpersonen für alle Stufen erlässt. Die Kantone werden nach Anhörung des BASPO den Mindestumfang und qualitative Anforderungen der Ausbildung von Lehrpersonen Sport in einem nationalen Erkennungsreglement festlegen. Jede pädagogische Hochschule lässt ihre Ausbildungsgänge daraufhin von der EDK anerkennen. Ziel ist, dass der Sportunterricht nur durch Lehrpersonen erteilt wird, welche für Fach und Schulstufe qualifiziert sind. Es liegt in der Verantwortung der Schulen, dem von der EDK vorgegebenen Professionsstandard gerecht zu werden und sicherzustellen, dass ausschliesslich für den Sportunterricht qualifizierte Lehrpersonen angestellt werden.

Die Jahrespauschale wird in diesem Fall durch obligatorische Sportanlässe und Blockveranstaltungen erreicht. Diese werden von der Schule organisiert.

Der obligatorische Sportunterricht wird in den Bildungsverordnungen als Gesamtlektionenzahl pro Jahr über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung ausgewiesen. Dies ermöglicht eine flexible Umsetzung je nach Bildungsplan des Berufes und den lokalen Spezifitäten der jeweiligen Berufsfachschule.

Bei schulischem Unterricht von 520 oder mehr Jahreslektionen verteilt sich der Unterricht grundsätzlich auf mehr als eineinhalb Schultage pro Woche. Bei diesen längeren Schulzeiten und insbesondere beim überwiegend schulischen Unterricht rechtfertigen sich daher 80 Jahreslektionen Sportunterricht. Bei weniger als 520 Jahreslektionen müssen aus Gründen der geringeren Verfügbarkeit der Lernenden an den Berufsfachschulen (Vorgabe von maximal 9 Lektionen pro Schultag) dagegen 40 Lektionen Sport pro Schuljahr genügen. Bei der Bemessung der Jahreslektionen werden die Lektionen des berufskundlichen und des allgemeinbildenden Unterrichts, nicht aber die Lektionen der erweiterten Allgemeinbildung (Berufsmaturitätsunterricht) berücksichtigt.

Bei der schulisch organisierten Grundbildung entspricht der Umfang dem Mindestumfang der Lektionen Sportunterricht bei einer mehrtägigen betrieblich organisierten Grundbildung (520 oder mehr Jahreslektionen).

Da der Mittelschulunterricht in unterschiedlichen Schulformen (MAR-Typen) und Unterrichtsphasen (Ergänzungs- und Wahlpflichtfächer, Maturaarbeiten etc.) stattfindet, ist eine pauschale Lektionenzahl pro Unterrichtsjahr die korrekte Vorgabe für eine flexible Umsetzung. Die 110 Lektionen berechnen sich aus 52 Jahreswochen abzüglich 14 Wochen Ferien (CH-Standard) multipliziert mal 3 Lektionen. Das Ergebnis von 114 wird auf 110 reduziert, da vielfach zusätzliche Ausfälle der Lektionen zu verzeichnen sind.

Qualifikation Lehrpersonen

Damit eine ausreichende Qualität des Sportunterrichts sichergestellt werden kann, gilt es, minimale Standards für die Ausbildung von Lehrpersonen, die Sportunterricht erteilen, festzulegen. Der Zweck von Art. 13 Absatz 2 besteht darin, diese Festlegung zu gewährleisten. Es gibt diesbezüglich nicht eine einzige, für alle Schulstufen gültige Verlautbarung; die Situation ist folgendermassen geregelt:

Auf Stufe Volksschule laufen die Anerkennungsverfahren der Ausbildung der Lehrpersonen über die EDK. Die Ausbildungsgänge für Lehrpersonen der Volksschule sind momentan auf dem aktuellsten Stand.
Die Anerkennung der Ausbildung der Lehrpersonen Sport für die Maturitätsschulen läuft ebenfalls über die EDK. Der Ausbildungsgang wird zur Zeit überarbeitet und tritt voraussichtlich Ende 2014 in Kraft; die Empfehlungen des BASPO wurden bei der Konzipierung des Ausbildungsganges von der EDK berücksichtigt.
Die Anerkennung der Ausbildung der Lehrpersonen Sport für die berufliche Grundbildung läuft über das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI. Der Rahmenlehrplan für die berufspädagogische Ausbildung der Sportlehrpersonen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem BASPO konzipiert und trat im Herbst 2014 in Kraft.

Die Lehrbefähigungen werden von der EDK festgelegt. Laut der Diplomanerkennung für Sek II ist man mit erwähnter Ausbildung nicht berechtigt auf Stufe Sek I zu unterrichten.

Die Lehrperson muss sicherstellen, dass sich niemand ins Wasser begibt, wenn Schwimmen nicht im Programm vorgesehen ist. Die Verantwortlichen müssen dies konsequent durchsetzen. Unter diesen Umständen braucht die Lehrperson keine SLRG-Ausbildung vorzuweisen.

Personen mit folgenden Ausbildungsabschlüssen besitzen ohne weiteres eine Lehrbefähigung für Sportunterricht an Berufsschulen:

  • Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössisches Turn- und Sportlehrerdiploms I od. II;
  • Inhaberinnen und Inhaber eines Diplom Sportlehrerin FH oder Sportlehrer FH;
  • Inhaberinnen und Inhaber eines Bachelordiploms in Sport EHSM, das vor dem 1. Oktober 2012 erworben worden ist;
  • Personen, die vor Beginn des Herbst-/Wintersemesters 2012/2013 ein Bachelorstudium in Sport EHSM in Angriff genommen haben und dieses Studium erfolgreich abschliessen.


Studierende des Bachelorlehrgangs EHSM, die ihr Studium im Herbst 2012 oder später begonnen haben, sind den anderen Lehrpersonen an Berufsfachschulen gleichgestellt. Zum Erwerb einer Lehrbefähigung ist neben einem Hochschulabschluss (erfolgreicher Abschluss des Bachelorstudiums) der erfolgreiche Abschluss einer 60 ECTS-Punkte umfassenden erziehungswissenschaftlichen, methodischen und didaktischen Ausbildung erforderlich.
Diese zusätzliche Ausbildung wird über einen Rahmenlehrplan für Berufsbildungsverantwortliche im Fach Sport geregelt.

Die Lehrbefähigung Sport für diese Stufen ist im Bachelor of Science an der EHSM nicht enthalten. Gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) gelten für die Lehrtätigkeit auf diesen Schulstufen folgende Anforderungen:

  • Lehrbefähigung für Primarstufe: Bachelor PH (Mehrfächerqualifikation)
  • Lehrbefähigung für Sekundarstufe I: Master PH (Mehrfächerqualifikation)

Eine Fachlehrerausbildung für Sportunterricht ist nur auf Stufe Sek II möglich. Es gelten folgende Anforderungen:

  • Berufsfachschule: BSc + Zusatzqualifikation Lehrbefähigung Sport an Berufsfachschulen
  • Maturitätsschulen: BSc + MSc UNI + Zusatzqualifikation Lehrdiplom Sekundarstufe II. Grundsätzlich kann beim Lehrdiplom für Maturitätsschulen zwischen Mono- und Zweifächerdiplom gewählt werden. Mit Blick auf das Berufsfeld Schule empfiehlt sich das Zweifächerdiplom.

Dies ist je nach Kanton und Schule unterschiedlich. Es ist aber grundsätzlich die Aufgabe der Schulen im Rahmen der Personalentwicklung sicherzustellen, dass die Weiterbildung der Lehrpersonen auch im Fach Sport stattfindet. Es gilt, entsprechende Weiterbildungen zu ermöglichen und zu steuern.

Dem BASPO sind keine spezifischen Konzepte zum Thema Skifahren in der Grundschule bekannt. Allgemeine Förderung von Schneesportaktivitäten für Kinder und Jugendliche bieten Jugend+Sport («Skifahren») und Swiss Snowsports (Aktion «Snowli on tour»). Das Projekt GoSnow.ch – die Scheesportinitiative Schweiz bietet Schulen die Gelegenheit, zu günstigen Konditionen Schneesportlager durchzuführen.

Falls das nötige Know-how nicht bereits als Teil der Grundausbildung vermittelt wurde oder es nicht mehr präsent ist, wird eine Zusatzausbildung empfohlen, um Unterrichtslektionen auf dem grossen Trampolin zu halten. In einigen Kantonen ist diese zudem gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt verschiedene Kurse, die das nötige Wissen in Form einer Weiterbildung vermitteln:

J+S-Kurse

Kurse an der pädagogischen Hochschule Fribourg: Kontakte
Die Trampolinkurse sind nicht ausgeschrieben; es muss direkt mit der PH Fribourg Kontakt aufgenommen werden.
Für detaillierte Informationen über die Möglichkeiten der Weiterbildungskurse kann auch Jean-Michel Bataillon, u.a. J+S-Nachwuchstrainer Trampolin und J+S-Experte Trampolin, direkt kontaktiert werden: jm.bataillon@bluewin.ch

Für weitere Informationen und Richtlinien für Unterrichtslektionen auf dem grossen Trampolin siehe auch: «Trampolinschule nach der Part-Methode», worin unter anderem zehn Regeln formuliert sind, die der Sicherheit dienen (Herausgeber: Bundesamt für Sport BASPO; kann im Basposhop bezogen werden).
Falls die Lektion im Rahmen von J+S stattfindet, sind die Richtlinien von J+S zwingend zu beachten.

Gut ausgebildete Lehrpersonen sind ein zentrales Element in der Umsetzung von Sport und Bewegung an der Schule. Nach Art.13 Sportförderungsgesetz sollen die Kantone deshalb nach Anhörung des BASPO quantitative und qualitative Anforderungen für die Ausbildung dieser Personen erlassen. Umgesetzt wird dies dadurch, dass die EDK im Auftrag der Kantone Vorschriften bezüglich der Ausbildung von Sportlehrpersonen für alle Stufen erlässt. Die Kantone werden nach Anhörung des BASPO den Mindestumfang und qualitative Anforderungen der Ausbildung von Lehrpersonen Sport in einem nationalen Erkennungsreglement festlegen. Jede pädagogische Hochschule lässt ihre Ausbildungsgänge daraufhin von der EDK anerkennen. Ziel ist, dass der Sportunterricht nur durch Lehrpersonen erteilt wird, welche für Fach und Schulstufe qualifiziert sind. Es liegt in der Verantwortung der Schulen, dem von der EDK vorgegebenen Professionsstandard gerecht zu werden und sicherzustellen, dass ausschliesslich für den Sportunterricht qualifizierte Lehrpersonen angestellt werden.

In erwähnter Zeitspanne waren die Studiengänge im Umbruch – von Diplomstudiengängen zu Lizenziaten und weiter zu BA/MA-Produkten. Ausserdem wurden zur selben Zeit die Turnlehrerausbildungsstätten an den universitären Hochschulen zu sportwissenschaftlichen Instituten umgebaut.

Viele kommerzielle Anlagen bieten Kurse und Programme für Schulklassen an und ermöglichen so ein sicheres Klettern im Rahmen des Sportunterrichts (bei eigener Kletterwand z.T. auch direkt in der Schule). Die Ausbildungsprogramme können auch individuell von Lehrpersonen besucht werden. Es lohnt sich, mit der jeweiligen Kletterhalle in Kontakt zu treten. Für eine Übersicht siehe IG Kletteranlagen.
Die IG Kletteranlagen hat eine Ausbildung entwickelt, die Minimalstandards für das Unterrichten in Kletterhallen festlegt. Ebenfalls anerkannte Weiterbildungen für das Klettern in einer Halle bietet der Schweizerische Verband für Sport in der Schule (SVSS) an.

Für das Klettern im Freien (Outdoor):

Qualifizierung SchülerInnen

Nein, die Qualifizierung gilt ab Inkrafttreten des Sportförderungsgesetzes, das heisst seit 1. Oktober 2012. Die Qualifizierung soll aber nach Erlass des neuen Rahmenlehrplans und nach der Implementierung der angepassten Schullehrpläne auf letztere abgestimmt werden.

Es gibt unterschiedliche Bewertungssysteme (je nach Kanton/Schule). Auf der Plattform mobilesport.ch finden sich diese in der Rubrik Leichtathletik-Tests.

Auch auf www.swissathletics.ch gibt es zusätzliche Angaben dazu.
In einzelnen Kantonen existieren ausserdem Wertungstabellen (in Anlehnung an Schulsportprüfungen).

Ja, das Qualitätsinstrument qims.ch gibt es noch. Es setzt sich zum Ziel, die Qualität von Sport- und Bewegungsunterricht systematisch zu analysieren und weiterzuentwickeln. qims.ch ist ein praktisches Instrument für den täglichen Sport- und Bewegungsunterricht auf allen Schulstufen. Weiterführende Infos auf: www.qims.ch.

In Schweizer Schulen gibt es kein einheitliches Benotungssystem für den Sportunterricht. Es gibt unterschiedliche Bewertungssysteme, die bekannt sind: Auf mobilesport.ch finden sich diese in der Rubrik Leichtathletik-Tests.

Auch auf www.swissathletics.ch gibt es zusätzliche Angaben dazu. In einzelnen Kantonen existieren ausserdem Wertungstabellen (in Anlehnung an Schulsportprüfungen).

Die Sportförderungsverordnung (Art. 54) schreibt vor, dass im Sportunterricht pro Schuljahr mindestens eine Qualifizierung stattfindet und dass die Qualifizierung ausgewiesen werden muss.

Die Form der Qualifizierung ist grundsätzlich offen. «Besucht» / «nicht besucht» ist jedoch in keinem Fall eine Qualifizierung. Idealerweise entspricht die Qualifizierung dem Standard am Schulstandort, sprich ist Teil des Prozesses, in dem alle anderen Fächer auch eingebettet sind (Zeugnisse mit oder ohne Noten uam.). Die inhaltliche Ausrichtung der Qualifizierung soll sich am Schullehrplan orientieren. Hilfestellungen, Instrumente und Testsammlungen werden im Zusammenhang mit neuen Lehrmitteln entwickelt, respektive stehen teilweise bereits auf www.mobilesport.ch zur Verfügung. Ansonsten kann man sich auch an den Kanton wenden, um abzuklären, welche Variante bevorzugt wird.

Das Recht am eigenen Bild ist ein besonderer Aspekt des Persönlichkeitsrechts. Bilder von Personen, welche identifizierbar sind, gelten gemäss Datenschutzgesetzgebung als Personendaten. Die Bearbeitung von Personendaten durch staatliche Behörden benötigt in der Regel eine gesetzliche Grundlage. Die Herstellung und Weiterbearbeitung von Bildern bzw. Bilddaten im Rahmen des Schulunterrichts, namentlich zum Zweck der Qualifikation setzt daher grundsätzlich voraus, dass eine entsprechende gesetzliche Grundlage im kantonalen Recht vorhanden ist. Ob an Stelle der gesetzlichen Grundlage das Einverständnis der betroffenen Person, bei Minderjährigen, jenes der Inhaberin bzw. des Inhabers der elterlichen Sorge treten kann, ist zumindest fraglich. Ist ein entsprechendes Vorgehen geplant, empfiehlt es sich, die Rechtslage mit dem Datenschutzbeauftragten des Kantons abzuklären.

Die Qualifizierung (=Leistungsbewertung) hält den Erreichungsgrad gesetzter Ziele im Sinne einer Standortbestimmung fest und stellt dadurch die Planungsgrundlage für den weiteren Unterricht dar (Unterrichtsentwicklung). Leistungserhebungen, -beurteilungen und -rückmeldungen (=Leistungsbewertung) dienen darüber hinaus der Rechenschaftslegung und vor allem der Förderung der Schülerinnen und Schüler. Diese haben ein Anrecht auf eine institutionalisierte, regelmässige und stufenbezogene Leistungsbewertung.

Die Leistungsbewertung dient zudem nicht nur der Leistungsbeurteilung der Schülerinnen und Schüler, sondern sie soll die Lehrpersonen dazu anhalten, die Erreichung der im Lehrplan festgelegten Ziele auch tatsächlich zu überprüfen. Insofern stellt die Leistungsbewertung ein grundsätzliches Instrument der Qualitätssicherung dar. Form und Inhalt dieser Leistungsbewertung hat sich an diejenige der anderen Fächer in der jeweiligen Schule und Schulstufe anzupassen.

Qualitätsmanagement

Ja, das Qualitätsinstrument qims.ch gibt es noch. Es setzt sich zum Ziel, die Qualität von Sport- und Bewegungsunterricht systematisch zu analysieren und weiterzuentwickeln. qims.ch ist ein praktisches Instrument für den täglichen Sport- und Bewegungsunterricht auf allen Schulstufen. Weiterführende Infos auf: www.qims.ch.

Es gibt keine national gültigen Normen für Klassengrössen. Die Richtlinien sind je nach Kanton auf unterschiedlichen Ebenen geregelt (auf Ebene der Verordnung, der Reglemente oder in Form von Empfehlungen). Spezifische Aussagen zum Sportunterricht sind uns keine bekannt. Die Kantone, welche Richtlinien erlassen, unterscheiden meistens nach Schulstufen.

In der aktuellen Zusammenstellung der EDK wird ersichtlich, dass sich die Normwerte für die maximale Klassengrösse in den Kantonen für alle Stufen zwischen 22 und 28 Schülerinnen und Schülern pro Klasse bewegen: Kantonsumfrage 15/16 EDK: Klassengrösse
Eine grosse Klasse im Sportunterricht hat allenfalls zur Folge, dass die Unterrichtsziele und -vorhaben angepasst werden müssen. Methodisch-didaktische Aspekte und Sicherheitsvorkehrungen (nicht nur im Schwimmen) werden bei dieser Klassengrösse einschneidende Auswirkungen auf die Betreuungszeit haben.

Die Qualifizierung (=Leistungsbewertung) hält den Erreichungsgrad gesetzter Ziele im Sinne einer Standortbestimmung fest und stellt dadurch die Planungsgrundlage für den weiteren Unterricht dar (Unterrichtsentwicklung). Leistungserhebungen, -beurteilungen und -rückmeldungen (=Leistungsbewertung) dienen darüber hinaus der Rechenschaftslegung und vor allem der Förderung der Schülerinnen und Schüler. Diese haben ein Anrecht auf eine institutionalisierte, regelmässige und stufenbezogene Leistungsbewertung.

Die Leistungsbewertung dient zudem nicht nur der Leistungsbeurteilung der Schülerinnen und Schüler, sondern sie soll die Lehrpersonen dazu anhalten, die Erreichung der im Lehrplan festgelegten Ziele auch tatsächlich zu überprüfen. Insofern stellt die Leistungsbewertung ein grundsätzliches Instrument der Qualitätssicherung dar. Form und Inhalt dieser Leistungsbewertung hat sich an diejenige der anderen Fächer in der jeweiligen Schule und Schulstufe anzupassen.

Qualitätsgrundsätze beschreiben grundlegende Anforderungen, welche die Inszenierung von «gutem» Sportunterricht unterstützen. Die Erfüllung dieser grundlegenden Anforderungen unterstützt die Lehrperson in ihrer pädagogischen Arbeit und leistet damit einen Beitrag an die Unterrichtsqualität.

Anhand der Grundsätze lassen sich zudem Qualitätskriterien formulieren, die – sofern deren Einhaltung oder Umsetzung periodisch überprüft wird – als Ausgangspunkt für gezielte Qualitätsentwicklungsmassnahmen im Sportunterricht genutzt werden können.

Die Grundsätze gelten für alle Schulstufen und Schulformen wie Kindergarten, Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II Maturitätsschulen und Sekundarstufe II Berufsfachschulen.

Die Qualitätsentwicklungs- und Sicherungsprozesse und die Verwendung von entsprechenden Tools sind Sache der Kantone. Für die Qualitätsentwicklung und -sicherung an den Schulen gelten demnach die kantonalen Richtlinien (z.B. Qualitätssicherung durch externe Schulevaluationen).

Es ist Aufgabe der Schulen darauf zu achten, dass der Sport ein integraler Bestandteil des vorhandenen Qualitätsmanagements ist. Für den pädagogischen Teil des Qualitätsmanagements steht den Schulen mit der Plattform www.qims.ch ein spezifisch für den Sportunterricht entwickeltes Programm des Qualitätsmanagements zur Verfügung.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat die Pflicht, die Mindestlektionen für den Sport in der beruflichen Grundbildung je Beruf entsprechend der rechtlichen Grundlagen festzusetzen resp. zu kontrollieren. Aktualitäten in Sachen neue Berufe:
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

Rechtliches

Damit eine ausreichende Qualität des Sportunterrichts sichergestellt werden kann, gilt es, minimale Standards für die Ausbildung von Lehrpersonen, die Sportunterricht erteilen, festzulegen. Der Zweck von Art. 13 Absatz 2 besteht darin, diese Festlegung zu gewährleisten. Es gibt diesbezüglich nicht eine einzige, für alle Schulstufen gültige Verlautbarung; die Situation ist folgendermassen geregelt:

Auf Stufe Volksschule laufen die Anerkennungsverfahren der Ausbildung der Lehrpersonen über die EDK. Die Ausbildungsgänge für Lehrpersonen der Volksschule sind momentan auf dem aktuellsten Stand.
Die Anerkennung der Ausbildung der Lehrpersonen Sport für die Maturitätsschulen läuft ebenfalls über die EDK. Der Ausbildungsgang wird zur Zeit überarbeitet und tritt voraussichtlich Ende 2014 in Kraft; die Empfehlungen des BASPO wurden bei der Konzipierung des Ausbildungsganges von der EDK berücksichtigt.
Die Anerkennung der Ausbildung der Lehrpersonen Sport für die berufliche Grundbildung läuft über das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI. Der Rahmenlehrplan für die berufspädagogische Ausbildung der Sportlehrpersonen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem BASPO konzipiert und trat im Herbst 2014 in Kraft.

Es sind sämtliche zumutbaren Massnahmen zu treffen, die geeignet sind, einen Unfall, wie er eingetreten ist, zu verhindern. Es ist somit entscheidend, dass für die Übung alle in den Lehrmitteln bestehenden Sicherheitsvorschriften und -empfehlungen (unter anderem auch die Notwendigkeit des Einsatzes von Hilfspersonen) eingehalten werden. Darüber hinaus muss sich eine Lehrperson aber auch Überlegungen zu möglichen weiteren Risikofaktoren machen, beispielsweise zur Erfahrung der Schülerinnen und Schüler oder zur Aufmerksamkeit der Klasse. Ein Haftungsrisiko kann somit auch bei Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bzw. -empfehlungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Eine Haftung der Schule entfällt, sofern eine Untersuchung durch die zuständigen Behörden ergibt, dass der Unterrichtsablauf insgesamt sorgfaltsgemäss gestaltet wurde.

Nein, die Qualifizierung gilt ab Inkrafttreten des Sportförderungsgesetzes, das heisst seit 1. Oktober 2012. Die Qualifizierung soll aber nach Erlass des neuen Rahmenlehrplans und nach der Implementierung der angepassten Schullehrpläne auf letztere abgestimmt werden.

Wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt, kann gemäss dem Schweizerischen Strafgesetzbuch auf Antrag hin bestraft werden. Gemäss Rechtsprechung gilt ein Fingerbruch in der Regel als einfache Körperverletzung.

Ist eine Tat nur auf Antrag strafbar, so kann jede Person, die durch sie verletzt worden ist, die Bestrafung des Täters beantragen. Im Fall von Minderjährigen kommt dieses Antragsrecht den Erziehungsberechtigten zu. Das Antragsrecht erlischt nach Ablauf von drei Monaten. Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem der antragsberechtigten Person der Täter bekannt wird. Stellt die antragsberechtigte Person keinen Strafantrag, so wird kein Verfahren eröffnet. Wird ein Strafantrag gestellt, so wird im Rahmen eines Untersuchungsverfahrens abgeklärt, wie sich der Unfall ereignet hat und ob jemand für den Unfall verantwortlich sein könnte, resp. fahrlässig gehandelt hat.

Das BASPO hat eine Übersicht zu den Dokumenten, die es in den jeweiligen Kantonen zu diesem Thema gibt, erstellt (Regelungen, Weisungen, Richtlinien, Merkblätter, Empfehlungen etc.). Vor der Ausübung einer bestimmen Aktivität ist es trotzdem empfehlenswert, sich zusätzlich direkt im jeweiligen Kanton nach allfälligen Vorgaben zu erkundigen.

Das Helmtragen wird von der bfu empfohlen (über 90% tragen bereits einen Helm); diese Haltung wird vom BASPO unterstützt. Ein Helmobligatorium für sämtliche Schülerinnen und Schüler während der gesamten Veranstaltung (Skitag, Lager, etc.) wird deshalb empfohlen. Es gibt jedoch keine allgemeine oder auf Bundesebene gesetzlich geregelte Helmpflicht für Schulen während Schneesporttagen oder -lagern. Es kann allerdings sein, dass z.B. eine Schulleitung oder eine kantonale Erziehungsdirektion eine Helmpflicht für einen Schneesporttag anordnet; dies gilt es auf jeden Fall mit der jeweiligen Instanz zu klären.

Von Seiten des Bundes wie auch der Kantone gibt es sehr wenige Rechtsvorschriften, die den Inhalt oder die Gestaltung von Unterrichtslektionen, Schulausflügen oder -lagern regeln. Namentlich bestehen keine verbindlichen Rechtsvorschriften bezüglich Sicherheitsmassnahmen sowie Aus- und Weiterbildung der verantwortlichen Lehrpersonen; es gibt jedoch entsprechende Empfehlungen für verschiedene Aktivitäten.
Die Einhaltung dieser Empfehlungen dienen einerseits der Unfallverhinderung und andererseits vermindern sie das Risiko, dass eine Lehrperson zur Verantwortung gezogen wird, wenn es trotzdem zu einem Unfall kommen sollte. Sie entbinden die verantwortliche Lehrperson aber nicht, im Einzelfall zu prüfen, ob die blosse Umsetzung dieser Empfehlung sachgerecht ist oder ob gegebenenfalls weitere Massnahmen erforderlich sind. Generell gilt für die Durchführung aller Sportaktivitäten, dass von verantwortlichen Lehrpersonen diejenige Sorgfalt verlangt wird, die unter den jeweiligen Verhältnissen nötig und zumutbar ist, um eine Gefahr abzuwenden.

Es kommt jeweils auf die Umstände des konkreten Einzelfalles an. Beachtet eine Betreuungsperson alle in der konkreten Situation gebotenen Sorgfaltspflichten, so kann davon ausgegangen werden, dass sie sich bei einem Unfall zivil- und strafrechtlich nichts vorwerfen lassen muss. Ob die im Einzelfall gebotenen Sorgfaltspflichten tatsächlich eingehalten worden sind, kann naturgemäss erst im Nachhinein beurteilt werden.
Gibt es Vorschriften (kantonale Vorschriften, jedoch auch Weisungen der Schule), die eine Helmpflicht statuieren, so muss die Lehrperson diese unbedingt durchsetzen. Sie darf zum Beispiel nicht tolerieren, wenn ein Schüler lieber ohne Helm fahren würde. Ansonsten kann der Lehrperson gegebenenfalls zum Vorwurf gemacht werden, dass sie die Einhaltung von Sicherheitsmassnahmen im Einzelfall nicht durchgesetzt oder kontrolliert hat, obwohl ihr dies zumutbar gewesen wäre.
Fährt eine Gruppe unabhängig von einer Lehrperson, ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler vor der Aktivität bezüglich Helmpflicht klare Anweisungen erhalten. Das Einhalten des Helmobligatoriums kann in diesem Fall naturgemäss durch die Lehrperson nicht jederzeit überprüft werden.

Die Sportförderungsverordnung (Art. 54) schreibt vor, dass im Sportunterricht pro Schuljahr mindestens eine Qualifizierung stattfindet und dass die Qualifizierung ausgewiesen werden muss
Die Form der Qualifizierung ist grundsätzlich offen. «Besucht» / «nicht besucht» ist jedoch in keinem Fall eine Qualifizierung. Idealerweise entspricht die Qualifizierung dem Standard am Schulstandort, sprich ist Teil des Prozesses, in dem alle anderen Fächer auch eingebettet sind (Zeugnisse mit oder ohne Noten uam.). Die inhaltliche Ausrichtung der Qualifizierung soll sich am Schullehrplan orientieren. Hilfestellungen, Instrumente und Testsammlungen werden im Zusammenhang mit neuen Lehrmitteln entwickelt, respektive stehen teilweise bereits auf www.mobilesport.ch zur Verfügung. Ansonsten kann man sich auch an den Kanton wenden, um abzuklären, welche Variante bevorzugt wird.

Wenn das Baden im Fluss nicht eingeplanter Teil der Unterrichtssequenz ist, wird empfohlen, darauf zu verzichten. Wenn das Schwimmen als Teil der Unterrichtsssequenz vorgesehen ist, ist beim Schwimmen in fliessendem Gewässer für die Aufsichtsperson das SLRG-Modul Fluss verlangt. Ausserdem gilt es, das Alter und Können der Schülerinnen und Schüler sowie die eigene Erfahrung zu berücksichtigen. Das BASPO empfiehlt für Schwimmen im Fluss eine maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson von acht Personen. Die angegebene Gruppengrösse ist jedoch die maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson unter optimalsten Bedingungen. Je nach Einflussfaktoren der Umwelt oder den Kompetenzen der verantwortlichen Person muss diese Zahl nach unten angepasst werden.

Es kommt stark auf die Situation an. Wenn die Schülerin/der Schüler lebensgefährlich verletzt ist und so schnell wie möglich behandelt werden muss, wäre es strafbar sie/ihn nicht mit dem Privatauto ins Spital zu schicken.

Lehrpersonen sind während des Schulunterrichts für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler verantwortlich. Sie haben daher alle möglichen und zumutbaren Massnahmen zu ergreifen, um diese Sicherheit zu gewährleisten. Welche Massnahmen jeweils getroffen werden müssen, kann nicht generell abstrakt festgelegt werden, sondern beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Die Einhaltung von allge-mein anerkannten Sicherheitsstandards für definierte Tätigkeiten wird dabei vorausgesetzt. Im Sinne einer Konkretisierung oder Ergänzung kann z.B. eine Schulleitung oder eine kant. Erziehungsdirektion anordnen, dass für bestimmte Aktivitäten bestimmte Vorgaben erfüllt sein müssen. In welchem Umfang dabei von Eltern die Anschaffung und von den Kindern die Benutzung bestimmter Ausrüstungen für den Unterricht verlangt werden kann, richtet sich nach dem kantonalen Recht. Gegebenenfalls ist der Unterricht den vorhandenen Ausrüstungen anzupassen.

Das Recht am eigenen Bild ist ein besonderer Aspekt des Persönlichkeitsrechts. Bilder von Personen, welche identifizierbar sind, gelten gemäss Datenschutzgesetzgebung als Personendaten. Die Bearbeitung von Personendaten durch staatliche Behörden benötigt in der Regel eine gesetzliche Grundlage. Die Herstellung und Weiterbearbeitung von Bildern bzw. Bilddaten im Rahmen des Schulunterrichts, namentlich zum Zweck der Qualifikation setzt daher grundsätzlich voraus, dass eine entsprechende gesetzliche Grundlage im kantonalen Recht vorhanden ist. Ob an Stelle der gesetzlichen Grundlage das Einverständnis der betroffenen Person, bei Minderjährigen, jenes der Inhaberin bzw. des Inhabers der elterlichen Sorge treten kann, ist zumindest fraglich. Ist ein entsprechendes Vorgehen geplant, empfiehlt es sich, die Rechtslage mit dem Datenschutzbeauftragten des Kantons abzuklären.

Nein, das stimmt nicht. Die Vorgabe lautet: Drei Lektionen zu mindestens 45 Minuten Sportunterricht wöchentlich (dies ist als unterer Grenzwert zu verstehen; mehr Lektionen sind in jedem Fall erlaubt). Zwei dieser drei Lektionen können in einer Doppellektion durchgeführt werden. Dabei wird die effektive Bewegungszeit ideal ausgeschöpft, weil sich der Zeitaufwand für Wege zu Turnhalle, Umziehen, Duschen, Anweisungen, Auf- und Abbau etc. reduziert. Das Drei-Stunden-Obligatorium kann nicht in Form von Sporttagen oder Sportanlässen kompensiert werden.

Durch die (freiwillige) Übernahme dieser Begleitungsaufgabe entsteht, genau gleich wie beim obligatorischen Unterricht, eine Obhutspflicht. Das heisst, dass die Lehrperson für den Ausflug die Verantwortung für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler übernimmt. Die gleiche Verantwortung trägt im Übrigen auch ein Vater oder eine Mutter, wenn sie die Aufsicht über Kinder anderer Eltern übernimmt.

Werden bei einem Unfall Personen schwer verletzt (z.B. bei lebensgefährlichen Verletzungen, Verstümmelungen, bleibender Arbeitsunfähigkeit, Gebrechlichkeit oder Geisteskrankheit, bleibende Entstellung) oder gar getötet, so sind Polizei und Staatsanwaltschaft von Gesetzes wegen verpflichtet, eine Untersuchung einzuleiten. Im Rahmen dieser Untersuchung wird abgeklärt, wie sich der Unfall ereignet hat und ob jemand für den Unfall verantwortlich sein könnte. Dabei wird unter anderem beurteilt, ob ein Unfall überhaupt hätte verhindert werden können. Falls sich nämlich ein Unfall gar nicht hätte verhindern lassen können, kann auch keine Lehrperson strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Es wird auch die Frage geklärt, ob die Schülerin oder der Schüler allenfalls selbst die Verantwortung für den Unfall tragen muss. Erst wenn festgestellt wird, dass die Lehrperson ihre Obhutspflicht möglicherweise verletzt hat, wird der Fall von der Staatsanwaltschaft an ein Gericht überwiesen. Das zuständige Gericht kann die Lehrperson wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung oder Tötung verurteilen. Bis zur rechtskräftigen Verurteilung einer Person gilt diese als unschuldig (Unschuldsvermutung).

Lehrpersonen sind während des Schulunterrichts für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler verantwortlich. Sie haben daher alle möglichen und zumutbaren Massnahmen zu ergreifen, um diese Sicherheit zu gewährleisten. Welche Massnahmen jeweils getroffen werden müssen, kann nicht generell abstrakt festgelegt werden, sondern beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Die Einhaltung von allgemein anerkannten Sicherheitsstandards für definierte Tätigkeiten wird dabei vorausgesetzt. Wenn es darum geht, welches die allgemein anerkannten Sicherheitsstandards für bestimmte Aktivitäten sind, stützen sich Gerichte bei der Beurteilung von Sportunfällen nicht selten auf die Unterlagen von J+S ab.

Grundsätzlich ist jede Person für sich selbst verantwortlich, das heisst der/die Geschädigte hat den Schaden selbst zu tragen. Ist der Unfall jedoch auf mangelhafte Geräte und Anlagen oder als Folge eines mangelhaften Unterhalts derselben zurückzuführen, so haftet der Eigentümer der Anlage.

Die Obhutspflicht der Lehrperson dauert nicht nur bis zum Ende der Lektion, sondern bis die Schülerinnen und Schüler in angemessener Zeit nach dem Unterricht den Schulort verlassen haben. Wird der Unterricht nicht im Schulhaus beendet, so hört die Obhut für Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schulzeit mit der Entlassung an einem offiziell vereinbarten, den Eltern mitgeteilten Ort auf. Dieser Ort sollte sich ausserhalb der Badeanstalt befinden.

Es kommt jeweils auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalles an. Beachtet eine Betreuungsperson alle in der konkreten Situation gebotenen Sorgfaltspflichten, so kann davon ausgegangen werden, dass sie sich bei einem Unfall zivil- und strafrechtlich nichts vorwerfen lassen muss. Ob die im Einzelfall gebotenen Sorgfaltspflichten tatsächlich eingehalten worden sind, kann naturgemäss erst im Nachhinein beurteilt werden.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat die Pflicht, die Mindestlektionen für den Sport in der beruflichen Grundbildung je Beruf entsprechend der rechtlichen Grundlagen festzusetzen resp. zu kontrollieren. Aktualitäten in Sachen neue Berufe:
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

Der obligatorische Sportunterricht wird in den Bildungsverordnungen als Gesamtlektionenzahl pro Jahr über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung ausgewiesen. Dies ermöglicht eine flexible Umsetzung je nach Bildungsplan des Berufes und den lokalen Spezifitäten der jeweiligen Berufsfachschule.
Bei schulischem Unterricht von 520 oder mehr Jahreslektionen verteilt sich der Unterricht grundsätzlich auf mehr als eineinhalb Schultage pro Woche. Bei diesen längeren Schulzeiten und insbesondere beim überwiegend schulischen Unterricht rechtfertigen sich daher 80 Jahreslektionen Sportunterricht. Bei weniger als 520 Jahreslektionen müssen aus Gründen der geringeren Verfügbarkeit der Lernenden an den Berufsfachschulen (Vorgabe von maximal 9 Lektionen pro Schultag) dagegen 40 Lektionen Sport pro Schuljahr genügen. Bei der Bemessung der Jahreslektionen werden die Lektionen des berufskundlichen und des allgemeinbildenden Unterrichts, nicht aber die Lektionen der erweiterten Allgemeinbildung (Berufsmaturitätsunterricht) berücksichtigt.

Bei der schulisch organisierten Grundbildung entspricht der Umfang dem Mindestumfang der Lektionen Sportunterricht bei einer mehrtägigen betrieblich organisierten Grundbildung (520 oder mehr Jahreslektionen).

Unterrichtsorganisation/Sicherheit

Es sind sämtliche zumutbaren Massnahmen zu treffen, die geeignet sind, einen Unfall, wie er eingetreten ist, zu verhindern. Es ist somit entscheidend, dass für die Übung alle in den Lehrmitteln bestehenden Sicherheitsvorschriften und -empfehlungen (unter anderem auch die Notwendigkeit des Einsatzes von Hilfspersonen) eingehalten werden. Darüber hinaus muss sich eine Lehrperson aber auch Überlegungen zu möglichen weiteren Risikofaktoren machen, beispielsweise zur Erfahrung der Schülerinnen und Schüler oder zur Aufmerksamkeit der Klasse. Ein Haftungsrisiko kann somit auch bei Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bzw. -empfehlungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Eine Haftung der Schule entfällt, sofern eine Untersuchung durch die zuständigen Behörden ergibt, dass der Unterrichtsablauf insgesamt sorgfaltsgemäss gestaltet wurde.

Die Lehrperson muss sicherstellen, dass sich niemand ins Wasser begibt, wenn Schwimmen nicht im Programm vorgesehen ist. Die Verantwortlichen müssen dies konsequent durchsetzen. Unter diesen Umständen braucht die Lehrperson keine SLRG-Ausbildung vorzuweisen.

Prinzipiell ist es nicht empfehlenswert, eine Gruppe ohne Aufsicht fahren zu lassen. Wenn eine bestimmte Gruppe alleine fährt (dies ist grundsätzlich nur für Fortgeschrittene und bei stabilen Wetter- und Schneeverhältnissen möglich), sollte dies nur während einer begrenzten Zeit, in einer klar vereinbarten Umgebung (Piste und Lift definieren) und mit einem spezifischen Auftrag erfolgen.

Es empfiehlt sich, den Schüler nicht alleine zurückzuschicken. Er soll mit der Gruppe bis zum nächst gelegenen Restaurant fahren und gegebenenfalls in Begleitung (z.B. eines weiteren Schülers) dort warten. Falls zwei Lehrpersonen mit der gleichen Gruppe unterwegs sind, kann der Schüler mit der einen Lehrpersonen zur Talstation fahren und dort an einem abgemachten Treffpunkt auf den Rest der Gruppe warten.

Wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt, kann gemäss dem Schweizerischen Strafgesetzbuch auf Antrag hin bestraft werden. Gemäss Rechtsprechung gilt ein Fingerbruch in der Regel als einfache Körperverletzung.
Ist eine Tat nur auf Antrag strafbar, so kann jede Person, die durch sie verletzt worden ist, die Bestrafung des Täters beantragen. Im Fall von Minderjährigen kommt dieses Antragsrecht den Erziehungsberechtigten zu. Das Antragsrecht erlischt nach Ablauf von drei Monaten. Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem der antragsberechtigten Person der Täter bekannt wird. Stellt die antragsberechtigte Person keinen Strafantrag, so wird kein Verfahren eröffnet. Wird ein Strafantrag gestellt, so wird im Rahmen eines Untersuchungsverfahrens abgeklärt, wie sich der Unfall ereignet hat und ob jemand für den Unfall verantwortlich sein könnte, resp. fahrlässig gehandelt hat.

Das BASPO hat eine Übersicht zu den Dokumenten, die es in den jeweiligen Kantonen zu diesem Thema gibt, erstellt (Regelungen, Weisungen, Richtlinien, Merkblätter, Empfehlungen etc.). Vor der Ausübung einer bestimmen Aktivität ist es trotzdem empfehlenswert, sich zusätzlich direkt im jeweiligen Kanton nach allfälligen Vorgaben zu erkundigen.

Das Helmtragen wird von der bfu empfohlen (über 90% tragen bereits einen Helm); diese Haltung wird vom BASPO unterstützt. Ein Helmobligatorium für sämtliche Schülerinnen und Schüler während der gesamten Veranstaltung (Skitag, Lager, etc.) wird deshalb empfohlen. Es gibt jedoch keine allgemeine oder auf Bundesebene gesetzlich geregelte Helmpflicht für Schulen während Schneesporttagen oder -lagern. Es kann allerdings sein, dass z.B. eine Schulleitung oder eine kantonale Erziehungsdirektion eine Helmpflicht für einen Schneesporttag anordnet; dies gilt es auf jeden Fall mit der jeweiligen Instanz zu klären.

Ja, für den Sportunterricht in der Volksschule ist auf 24-36 Wochenlektionen (entspricht 8-12 Klassen) eine Sporthalle vorzusehen. Für die Sekundarstufe II kann die maximale Anzahl Wochenlektionen auf 40 erhöht werden.

Es gibt keine national gültigen Normen für Klassengrössen. Die Richtlinien sind je nach Kanton auf unterschiedlichen Ebenen geregelt (auf Ebene der Verordnung, der Reglemente oder in Form von Empfehlungen). Spezifische Aussagen zum Sportunterricht sind uns keine bekannt. Die Kantone, welche Richtlinien erlassen, unterscheiden meistens nach Schulstufen.

In der aktuellen Zusammenstellung der EDK wird ersichtlich, dass sich die Normwerte für die maximale Klassengrösse in den Kantonen für alle Stufen zwischen 22 und 28 Schülerinnen und Schülern pro Klasse bewegen: Kantonsumfrage 15/16 EDK: Klassengrösse
Eine grosse Klasse im Sportunterricht hat allenfalls zur Folge, dass die Unterrichtsziele und -vorhaben angepasst werden müssen. Methodisch-didaktische Aspekte und Sicherheitsvorkehrungen (nicht nur im Schwimmen) werden bei dieser Klassengrösse einschneidende Auswirkungen auf die Betreuungszeit haben.

Von Seiten des Bundes wie auch der Kantone gibt es sehr wenige Rechtsvorschriften, die den Inhalt oder die Gestaltung von Unterrichtslektionen, Schulausflügen oder -lagern regeln. Namentlich bestehen keine verbindlichen Rechtsvorschriften bezüglich Sicherheitsmassnahmen sowie Aus- und Weiterbildung der verantwortlichen Lehrpersonen; es gibt jedoch entsprechende Empfehlungen für verschiedene Aktivitäten.
Die Einhaltung dieser Empfehlungen dienen einerseits der Unfallverhinderung und andererseits vermindern sie das Risiko, dass eine Lehrperson zur Verantwortung gezogen wird, wenn es trotzdem zu einem Unfall kommen sollte. Sie entbinden die verantwortliche Lehrperson aber nicht, im Einzelfall zu prüfen, ob die blosse Umsetzung dieser Empfehlung sachgerecht ist oder ob gegebenenfalls weitere Massnahmen erforderlich sind. Generell gilt für die Durchführung aller Sportaktivitäten, dass von verantwortlichen Lehrpersonen diejenige Sorgfalt verlangt wird, die unter den jeweiligen Verhältnissen nötig und zumutbar ist, um eine Gefahr abzuwenden.

Es kommt jeweils auf die Umstände des konkreten Einzelfalles an. Beachtet eine Betreuungsperson alle in der konkreten Situation gebotenen Sorgfaltspflichten, so kann davon ausgegangen werden, dass sie sich bei einem Unfall zivil- und strafrechtlich nichts vorwerfen lassen muss. Ob die im Einzelfall gebotenen Sorgfaltspflichten tatsächlich eingehalten worden sind, kann naturgemäss erst im Nachhinein beurteilt werden.
Gibt es Vorschriften (kantonale Vorschriften, jedoch auch Weisungen der Schule), die eine Helmpflicht statuieren, so muss die Lehrperson diese unbedingt durchsetzen. Sie darf zum Beispiel nicht tolerieren, wenn ein Schüler lieber ohne Helm fahren würde. Ansonsten kann der Lehrperson gegebenenfalls zum Vorwurf gemacht werden, dass sie die Einhaltung von Sicherheitsmassnahmen im Einzelfall nicht durchgesetzt oder kontrolliert hat, obwohl ihr dies zumutbar gewesen wäre.
Fährt eine Gruppe unabhängig von einer Lehrperson, ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler vor der Aktivität bezüglich Helmpflicht klare Anweisungen erhalten. Das Einhalten des Helmobligatoriums kann in diesem Fall naturgemäss durch die Lehrperson nicht jederzeit überprüft werden.

Wenn das Baden im Fluss nicht eingeplanter Teil der Unterrichtssequenz ist, wird empfohlen, darauf zu verzichten. Wenn das Schwimmen als Teil der Unterrichtsssequenz vorgesehen ist, ist beim Schwimmen in fliessendem Gewässer für die Aufsichtsperson das SLRG-Modul Fluss verlangt. Ausserdem gilt es, das Alter und Können der Schülerinnen und Schüler sowie die eigene Erfahrung zu berücksichtigen. Das BASPO empfiehlt für Schwimmen im Fluss eine maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson von acht Personen. Die angegebene Gruppengrösse ist jedoch die maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson unter optimalsten Bedingungen. Je nach Einflussfaktoren der Umwelt oder den Kompetenzen der verantwortlichen Person muss diese Zahl nach unten angepasst werden.

Das Lehrmittel «Sporterziehung in der Schule» ist online erhältlich auf www.mobilesport.ch. Die einzelnen Bände mit den entsprechenden Broschüren (D/F/I) können als pdf heruntergeladen werden: Lehrmittel Sporterziehung online.

Lehrpersonen sind während des Schulunterrichts für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler verantwortlich. Sie haben daher alle möglichen und zumutbaren Massnahmen zu ergreifen, um diese Sicherheit zu gewährleisten. Welche Massnahmen jeweils getroffen werden müssen, kann nicht generell abstrakt festgelegt werden, sondern beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Die Einhaltung von allge-mein anerkannten Sicherheitsstandards für definierte Tätigkeiten wird dabei vorausgesetzt. Im Sinne einer Konkretisierung oder Ergänzung kann z.B. eine Schulleitung oder eine kant. Erziehungsdirektion anordnen, dass für bestimmte Aktivitäten bestimmte Vorgaben erfüllt sein müssen. In welchem Umfang dabei von Eltern die Anschaffung und von den Kindern die Benutzung bestimmter Ausrüstungen für den Unterricht verlangt werden kann, richtet sich nach dem kantonalen Recht. Gegebenenfalls ist der Unterricht den vorhandenen Ausrüstungen anzupassen.

Eine Rekognoszierung ist immer empfohlen. Die aktuellen Wetter- und Wegverhältnisse sind aber in jedem Fall vor Tourbeginn zuverlässig abzuklären.

Auch wenn das Klettern in der Grundausbildung thematisiert wurde, empfiehlt sich in jedem Fall eine zusätzliche Ausbildung, um Unterrichtslektionen in der Kletterhalle zu halten. Hilfreich für den Unterricht in der Kletterhalle sind die Broschüre «Sicher klettern», herausgegeben vom Schweizer Alpen-Club SAC, sowie die SAC-Kletterregeln.
Beim Klettern mit Schülern an künstlichen Kletteranlagen gibt es verschiedene Varianten mit sehr unterschiedlichen Risiken und dementsprechend unterschiedlichen Anforderungen an die Lehrperson:

Über die Anforderungen der Kletteranlage sollte sich die Lehrperson zusätzlich beim Betreiber der Anlage informieren, die sie besuchen möchte. Siehe dafür auch das Formular «Sicherheitsrichtlinien für externe Ausbildner/Betreuer».

Wer sich mit den Schülerinnen und Schülern am Wasser aufhält oder entlang dem Wasser unterwegs ist (Rast, Spiel, Exkursion, etc.), Schwimmen jedoch nicht im Programm vorgesehen ist, muss sicherstellen, dass sich niemand ins Wasser begibt. Dazu braucht es klare Regeln, die von den Verantwortlichen in jedem Fall durchgesetzt werden müssen. Wenn Schwimmen Teil des eingeplanten Programms ist, gelten die allgemeinen Bestimmungen zum Schwimmen während dem Unterricht.

Wer sich mit einer Schulklasse in oder auf ein stehendes oder fliessendes Gewässer begeben möchte, soll über eine entsprechende Ausbildung verfügen. Dabei gilt es immer auch das Alter und Können der Schülerinnen und Schüler sowie die eigene Erfahrung zu berücksichtigen. So ist es beispielsweise für eine erfahrene Lehrperson, die regelmässig mit ihrer 3. Klasse schwimmen geht, durchaus möglich, im Lehrschwimmbecken eine Gruppe von 16 Kindern zu beaufsichtigen. Eine Lehrperson, die zum ersten Mal mit der neu übernommenen 9. Klasse in ein gut besuchtes Bad geht und noch über wenig Erfahrung im Schwimmunterricht verfügt, ist dagegen gut beraten, die Gruppengrösse kleiner zu halten oder eine Begleitperson mit der entsprechenden Qualifikation mitzunehmen. Wer sich mit einer Gruppe zum ersten Mal im Tiefwasserbereich aufhalten will, sollte vorgängig zum Feststellen einer minimalen Selbstrettungskompetenz den bfu-Wasser-Sicherheits-Check (WSC) durchführen. Das macht auch bei älteren Schülerinnen und Schülern Sinn. In Anlehnung an Empfehlungen der SLRG und J+S emfpiehlt das BASPO für die Schule konkret:

Aktivität Maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson Empfohlene Module SLRG
Beaufsichtigtes Schwimm-/ Hallenbad 16 Brevet Basis Pool
Unbeaufsichtigtes Schwimm-/ Hallenbad 16 Brevet Plus Pool, bestandener Nothelfer, gültiger BLS-AED
Beaufsichtigtes See-/Flussbad 12 Brevet Basis Pool
See 10 Modul See, bestandener Nothelfer, gültiger BLS-AED
Fluss bis Wildwasser II 8 Modul Fluss, bestandener Nothelfer, gültiger BLS-AED

Die angegebene Gruppengrösse ist die maximale Gruppengrösse pro Aufsichtsperson unter optimalsten Bedingungen. Je nach Einflussfaktoren der Umwelt oder den Kompetenzen der verantwortlichen Person muss diese Zahl nach unten angepasst werden.

Hilfreiches Merkblatt der SLRG:
«Baden – Spass im Nass»

Falls das nötige Know-how nicht bereits als Teil der Grundausbildung vermittelt wurde oder es nicht mehr präsent ist, wird eine Zusatzausbildung empfohlen, um Unterrichtslektionen auf dem grossen Trampolin zu halten. In einigen Kantonen ist diese zudem gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt verschiedene Kurse, die das nötige Wissen in Form einer Weiterbildung vermitteln:

J+S-Kurse

Kurse an der pädagogischen Hochschule Fribourg: Kontakte
Die Trampolinkurse sind nicht ausgeschrieben; es muss direkt mit der PH Fribourg Kontakt aufgenommen werden.
Für detaillierte Informationen über die Möglichkeiten der Weiterbildungskurse kann auch Jean-Michel Bataillon, u.a. J+S-Nachwuchstrainer Trampolin und J+S-Experte Trampolin, direkt kontaktiert werden: jm.bataillon@bluewin.ch

Für weitere Informationen und Richtlinien für Unterrichtslektionen auf dem grossen Trampolin siehe auch: «Trampolinschule nach der Part-Methode», worin unter anderem zehn Regeln formuliert sind, die der Sicherheit dienen (Herausgeber: Bundesamt für Sport BASPO; kann im Basposhop bezogen werden).
Falls die Lektion im Rahmen von J+S stattfindet, sind die Richtlinien von J+S zwingend zu beachten.

Es gibt verschiedene Richtlinien, die beim Ausüben von Schneesportarten mit einer Schulklasse berücksichtigt werden müssen. So sind die FIS-Regeln und die SKUS-Richtlinien einzuhalten. Weitere hilfreiche Informationen (zum Beispiel bezüglich Schutzausrüstung) sind der Website der bfu zu entnehmen.

Die Obhutspflicht der Lehrperson dauert nicht nur bis zum Ende der Lektion, sondern bis die Schülerinnen und Schüler in angemessener Zeit nach dem Unterricht den Schulort verlassen haben. Wird der Unterricht nicht im Schulhaus beendet, so hört die Obhut für Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schulzeit mit der Entlassung an einem offiziell vereinbarten, den Eltern mitgeteilten Ort auf. Dieser Ort sollte sich ausserhalb der Badeanstalt befinden.

Viele kommerzielle Anlagen bieten Kurse und Programme für Schulklassen an und ermöglichen so ein sicheres Klettern im Rahmen des Sportunterrichts (bei eigener Kletterwand z.T. auch direkt in der Schule). Die Ausbildungsprogramme können auch individuell von Lehrpersonen besucht werden. Es lohnt sich, mit der jeweiligen Kletterhalle in Kontakt zu treten. Für eine Übersicht siehe IG Kletteranlagen.
Die IG Kletteranlagen hat eine Ausbildung entwickelt, die Minimalstandards für das Unterrichten in Kletterhallen festlegt. Ebenfalls anerkannte Weiterbildungen für das Klettern in einer Halle bietet der Schweizerische Verband für Sport in der Schule (SVSS) an.

Für das Klettern im Freien (Outdoor):