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COVID-19 und Sport

Die Corona-Krise setzt auch dem Sport in der Schweiz stark zu. Hier finden Sie Informationen zu den Finanzhilfen des Bundes im Sportbereich, den Lockerungen, den Sportanlagen in Magglingen und Tenero sowie dem Lehrbetrieb der EHSM und von J+S.

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Hilfspaket Bund: Weiteres Vorgehen

Der Bundesrat hat am 13. Mai 2020 die Eckwerte für künftige Hilfspakete im Sport bekannt gegeben und am 20. Mai die angepassten Verordnungen gutgeheissen. Nun müssen die Umsetzungsprozesse erarbeitet werden. Diese Instrumente werden im Juni bereitstehen. Ebenfalls im Juni müssen die Beträge für dieses Jahr noch vom Bundesparlament genehmigt werden.
Die Hauptverantwortung für die Behandlung der Hilfsgesuche und die Abwicklung der Auszahlungen wird der Dachverband des Schweizer Sports, Swiss Olympic, übernehmen. Ab Juni werden Swiss Olympic und das BASPO auf ihren Webseiten die entsprechenden Informationen veröffentlichen. Wir bitten Sie vorläufig noch um etwas Geduld.

Aktuell


Lockerung der Massnahmen

Bundesrat erlaubt Sport-Trainings ab 11. Mai

Der Bundesrat lockert auch im Sport die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ab 11. Mai 2020 sind – unter Voraussetzungen wie Schutzkonzepte und Hygienevorschriften – wieder Trainings möglich. Dies gilt im Breitensport und im Leistungssport wie auch im Einzel- und im Mannschaftssport. Dies hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 29. April 2020 beschlossen.

Rahmenvorgaben für Schutzkonzepte in Sportaktivitäten (swissolympic.ch)

Q & A zu den Lockerungen im Sport

Die nachfolgenden Antworten beruhen auf Stand vom 29. April (18 Uhr) und haben Gültigkeit bis mindestens 8. Juni. Der Bundesrat wird am 27. Mai die Situation neu beurteilen und allenfalls mehr Lockerungen beschliessen.

Generell: Wer abseits öffentlicher Sportanlagen und individuell Sport treibt, kann dies frei tun. Es gelten die bekannten BAG-Vorgaben (Distanz, Hygiene, Versammlungsverbot).
 

Fristen und Termine

Das hängt von der Entwicklung der epidemiologischen Situation ab. Der Bundesrat wird am 27. Mai eine erneute Beurteilung der Situation vornehmen.

Nach wie vor gilt es, eine Erhöhung der COVID-19-Fallzahlen möglichst zu vermeiden. Je nach Entwicklung der Situation können weitere Lockerungsschritte geplant werden.

Schutzkonzepte

Jeder Anbieter von Sportaktivitäten braucht ein eigenes Schutzkonzept. Es gilt: Ohne plausibilisiertes Schutzkonzept keine organisierte Sportaktivität.
Ebenso brauchen auch alle Sportanlagen-Betreiber ein Schutzkonzept, wenn sie ihre Sportanlage öffnen wollen. Sie orientieren sich an den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter ASSA. Für die Durchsetzung sind die kantonalen Behörden zuständig, die auch die Schliessung von Sportanlagen veranlassen können.

Wichtig: Ein Schutzkonzept berechtigt noch nicht zum Gebrauch einer Sportanlage. Es ist Sache des Betreibers, ob und wie weit er seine Anlage öffnen will. Empfehlung daher: Verbände und Vereine sollen sich mit den Sportanlagenbetreibern absprechen und zusammenarbeiten.
 

Niemand, es gibt keine Genehmigung von Schutzkonzepten. Die obligatorischen Grobkonzepte der Sportverbände werden vom BASPO und dem Bundesamt für Gesundheit BAG plausibilisiert.  

Gruppen und Flächen

Eine Kleingruppe wird als 1 Leiterperson und höchstens vier Teilnehmende angesehen, oder höchstens fünf Teilnehmende, falls in der Gruppe keine Leiterperson ist.

Insofern es die Platzverhältnisse zulassen, sind auch zwei oder mehrere Kleingruppen möglich.

Die Gruppen sind in diesem Fall offensichtlich voneinander zu trennen (wofür genügend Platz einberechnet werden muss), die Gruppenmitglieder haben die üblichen 2 Meter Distanz innerhalb der Gruppe zu wahren und die Gruppenmitglieder sollen sich weder zu Beginn, noch während oder nach dem Training mischen.
 

Das hängt von der für die jeweilige spezifische Sportart nutzbaren Fläche der Sportanlage ab.

Beispiel: In einem Schwimmbad gilt ausschliesslich die Wasserfläche als Gesamtfläche, die zum Schwimmen genutzt werden kann. Kinderbecken, Liegewiesen etc., die nicht zugänglich sein dürfen, werden nicht einberechnet.

Als Grundregel werden pro Person 10 Quadratmeter an Platzbedarf gerechnet. Bei Sportanlagen, auf denen mehrere Gruppen gleichzeitig trainieren, ist überdies zusätzlich genügend Platz für die zwingend notwendige, deutliche räumliche Trennung der Gruppen einzuberechnen. In diesen Fällen sind entsprechend weniger Personen zugelassen, als es die simple Rechnung «Gesamtfläche geteilt durch 10» definieren würde.

Eine vorsichtige Handhabung wird im Sinne der Gesundheit aller Beteiligten dringend empfohlen.

Das ist möglich. Der Trainer muss allerdings wie die anderen Gruppenmitglieder physisch zwingend immer in der gleichen Gruppe bleiben. Seine Anweisungen an andere Gruppen müssen daher auf Distanz erfolgen.

 

Breitensport/Leistungssport

Bei Trainings im Leistungssport werden wesentlich höhere Anforderungen an ein Schutzkonzept gestellt als bei solchen im Breitensport. Zudem lässt sich die epidemiologische Situation im Leistungssport aufgrund der wesentlich kleineren Anzahl Trainierender besser verfolgen.

Gemäss den Bestimmungen der Verordnung sind ab dem 8. Juni Wettkämpfe auch für andere Spitzensportler ohne Publikum möglich. Die Situation für den Breitensport wird am 27. Mai im Hinblick auf allfällige weitere Öffnungsschritte am 8. Juni analysiert.

Die 5-Personen-Regel orientiert sich am Versammlungsverbot im öffentlichen Raum. Dies gilt vorderhand weiterhin. Im Restaurant sind aktuell auch keine Gruppen über 5 Personen zugelassen. Auf Sportplätzen können auch mehrere Gruppen à 5 Personen Sport treiben, wenn es die Platzverhältnisse zulassen und auf klar abgegrenzten Trainingsflächen trainiert wird.

Folgende Gruppen werden zum Leistungssport gezählt:

  • Alle Mitglieder von Nationalkadern
  • Alle höchsten Ligen (NLA). Im Fussball und im Eishockey jeweils die zwei höchsten Ligen
  • Inhaber einer der folgenden Swiss Olympic Cards: Gold, Silber, Bronze, Elite oder Talent Card National

Eine Sportaktivität gilt als Wettkampf, wenn sie von einem Verein oder einem Verband organisiert ist. Darunter fallen beispielsweise auch Freundschaftsspiele im Fussball.

Schul-Öffnungen

Im Gegensatz zum allgemeinen Schulunterricht ist der Körperkontakt im Sportunterricht intensiver. Für die Lockerungsschritte im Bereich der Schule sind die Kantone zuständig. Sie werden sich für den Bereich des Schulsports an den Regeln orientieren, die generell für den Sport gelten, sofern das Setting der Schule dies zulässt.

Lager

Die Durchführung von Lagern ist auch ab dem 11. Mai aufgrund des Versammlungsverbots (maximal 5 Personen) nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich. Mögliche Lockerungen des Versammlungsverbots sind frühestens ab 8. Juni möglich – entscheiden wird der Bundesrat am 27. Mai, in Abhängigkeit der Pandemieentwicklung.

Sportanlagen

Die Rahmenvorgaben für die Lockerungen im Bereich Sportaktivitäten wurden gemeinsam mit Vertretern von Kantonen und Gemeinden erarbeitet. Sportanlagen dürfen öffnen, wenn sie für die Ausübung von Sportaktivitäten notwendig sind. Die Infrastrukturbetreiber sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Anlagen zu öffnen. Wenn sie ihre Anlagen öffnen, müssen sie über ein Schutzkonzept verfügen. Die Nutzer der Infrastrukturen müssen ihre Schutzkonzepte auf dasjenige des Anlagenbetreibers abstimmen.

Auch Schwimmbäder dürfen ab dem 11. Mai wieder geöffnet werden, allerdings nur für sportliche Aktivitäten.

Verboten bleiben wird also nicht nur das Planschen im Becken, sondern auch das «Sünnele».

Auch die Betreiber von Schwimmbädern müssen ein Schutzkonzept erarbeiten und darlegen, wie sie die weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsregeln konkret umsetzen wollen. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage zu regeln, wie mit Garderoben und Duschen umzugehen ist.

Ja, zum Sport treiben, sofern das Schutzkonzept des Anlagenbetreibers das ermöglicht.

Es sind ausschliesslich Trainings in Kleingruppen (max. 5 Personen) möglich und die Distanz- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

Ja, insofern der Golfplatz-Betreiber ein Schutzkonzept hat.

Beide brauchen Schutzkonzepte: Die Schutzkonzepte müssen zum einen die Sportarten-Ausübung abdecken und zum anderen die Sportanlage auf der die Aktivität stattfindet. Diese Konzepte können auch zusammenfallen, wenn z.B. die Inhaberin eines Yogastudios auch Mieterin der Räumlichkeiten ist. Die Sportaktivität darf nur in Kleingruppen mit maximal 5 Personen, ohne Körperkontakt und unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln erfolgen. Insofern es die Platzverhältnisse zulassen, sind auch mehrere Gruppen möglich.

Informationen zu den Sportzentren des BASPO, dem Lehrbetrieb an der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM sowie Aktivitäten, Aus- und Weiterbildung von Jugend+Sport:

BASPO-Anlagen

Das Nationale Sportzentrum Magglingen NSM und das Nationale Jugendsportzentrum Tenero CST bleiben für Öffentlichkeit und Kurse bis mindestens 8. Juni 2020 geschlossen.

Davon betroffen sind sämtliche Restaurationsbetriebe, Sportanlagen und Räumlichkeiten.

EHSM

Studiengänge (BSc/MSc)

  • An der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM findet bis zum Ende des laufenden Semsters kein Präsenzunterricht statt.
  • Die Eignungsabklärung fürs Bachelorstudium wird in den Monat August verschoben. Weitere Informationen...

Trainerbildung Schweiz

Die Trainerbildung Schweiz bietet bis mindestens 8. Juni 2020 kein Präsenzunterricht an. 

Weitere Informationen...

Sportmediathek

Die Sportmediathek bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Der Mahnlauf wurde deaktiviert. 

Weitere Informationen...

J+S

Informationen im Zusammenhang mit Covid-19 zu J+S-Kursen und -Lager sowie zur J+S-Aus- und -Weiterbildung finden Sie auf der Website von Jugend+Sport:

www.jugendundsport.ch

Verhaltensregeln

Verhaltensregeln am Bundesamt für Sport BASPO

Persönliches Verhalten

Tragen Sie selber aktiv dazu bei, sich und andere möglichst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen und beachten Sie Folgendes:

Personenkontakte vermindern

  • Zur Begrüssung/Verabschiedung auf Händeschütteln verzichten.
  • Distanz von 2 Metern zwischen Personen einhalten. 
Hände desinfizieren und gründlich waschen
  • Hände mehrmals täglich gründlich mit Wasser und Seife waschen. 
  • Händedesinfektion mit Desinfektionsmittel beim Betreten der Gebäude des BASPO ist obligatorisch. Bei Bedarf wiederholen. 
In Taschentuch oder Armbeuge husten oder niesen
  • Bei Husten oder Niesen ein Papiertaschentuch vor Mund und Nase halten und danach in einem Abfalleimer entsorgen. Alternativ in Armbeuge husten und niesen. 
  • Danach Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen und ein Hände-Desinfektionsmittel verwenden.

Verhalten bei Verdacht auf eine Erkrankung

Auf Symptome achten und korrekt reagieren

  • Bei Krankheitssymptomen wie Fieber oder Husten Besuche der Sportzentren des BASPO unterlassen. Dies gilt auch, wenn Personen aus dem engeren Umfeld erkranken. Dadurch wird verhindert, dass die Krankheit weiter übertragen wird.
  • Die Hausärztin/den Hausarzt umgehend telefonisch kontaktieren. 
  • Keine Besuche der Sportmedizin des BASPO oder anderen Arztpraxen oder Notfallstationen in Spitälern ohne vorgängige telefonische Kontaktaufnahme. 
  • Die Informationszentrale BASPO unverzüglich über die Erkrankung bzw. bei Verdacht auf Coronavirus in Kenntnis setzen. Dies sowohl während als auch nach Ihrem Aufenthalt am BASPO. 


Bundesamt für Sport BASPO Hauptstrasse 247
CH-2532 Magglingen

E-Mail


Informationszentrale BASPO

+41 58 467 61 11


Bundesamt für Gesundheit BAG

Infoline Coronavirus
+41 58 463 00 00

BAG: Neues Coronavirus