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Unterstützung von Sportorganisationen im überwiegend professionellen Bereich

Dem professionellen Sportbereich zugeordnet werden Organisatoren von Wettkämpfen, deren Teilnehmer überwiegend Profis sind. Diese Organisationen können zinslose Darlehen beantragen.

Nicht unterstützungsberechtigte Organisationen und Einzelpersonen inkl. Selbständigerwerbende

Keine finanzielle Unterstützung aus dem Hilfspaket für den Sport können Organisationen/Unternehmen wie zum Beispiel Golfplätze, Fitnesscenter oder Reitställe beantragen. Diese Anspruchsgruppe wird an das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO verwiesen, welches andere Instrumente des Bundes, wie beispielsweise die Kurzarbeitsentschädigung oder die COVID-Überbrückungskredite vorsieht.

Ebenfalls ein anderes Unterstützungsinstrument hat der Bund für Selbständigerwerbende, wie zum Beispiel Tennis- oder Eislauftrainer/innen, Schwimmtrainer/innen, professionelle Anbieter/innen von Sportaktivitäten (Yogastudios, Dojos etc.) oder als Einzelunternehmen organisierte Profisportler/innen geschaffen (siehe Website SECO).

 

Voraussetzungen, um einen Antrag als Sportorganisationen im überwiegend professionellen Bereich stellen zu können

  1. Antragsteller müssen Organisatoren von Wettkämpfen sein, deren Teilnehmer überwiegend Profis sind.
  2. Antragsteller müssen von der Zahlungsunfähigkeit bedroht sein. Drohende Zahlungsunfähigkeit bedeutet, dass gemäss Liquiditätsplanung bis Ende Jahr die in dieser Zeit fälligen Geldschulden nicht durch die erwarteten Einkünfte und durch die zum Stichtag vorhandenen liquiden Mittel gedeckt sind.
  3. Die drohende Zahlungsunfähigkeit des Antragstellers steht in direktem Zusammenhang mit den Bundes-Massnahmen gegen das Coronavirus. Bei Organisatoren, deren Veranstaltungen zwischen dem 28. Februar und dem 30. August 2020 hätte stattfinden sollen, reicht ein kurzer Hinweis auf das Veranstaltungsverbot des Bundesrats. Die zumutbaren Selbsthilfemassnahmen müssen ausgeschöpft worden sein. Es werden nur Finanzhilfen für Sportorganisationen ausgerichtet, die aufzeigen, dass sie Sofortmassnahmen ergriffen haben, um die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern. Darunter fallen:
  • Anmeldung für Kurzarbeit. Wer nicht raschestmöglich Kurzarbeit anmeldet, wird keine Chance auf Bundes-Nothilfe haben (siehe dazu die Website des SECO).
  • Bezug von Darlehen nach der Verordnung vom 25. März 2020 zur Gewährung von Krediten und Solidarbürgschaften in Folge des Coronavirus.
  • Staatliche Abgaben mit Ausnahme der geschuldeten Sozialversicherungsprämien werden vorderhand nicht weiter entrichtet (direkte Bundessteuer, Mehrwertsteuer; siehe Website des SECO).
  • Mit den grössten Gläubigern (Vermieter der Infrastruktur, Sponsoren, etc.) sind Verhandlungen zur Reduktion der Schuldenlast zu führen.
  • Anfragen an Gemeinde und Kanton um ausserordentliche Unterstützungen.
  • Bestätigung, dass die Veräusserung nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte oder deren Umwandlung in flüssige Mittel (z.B. Lombardkredit) geprüft wurde.
  • Inanspruchnahme von Veranstaltungs- oder Betriebsunterbruchversicherungsleistungen oder ähnliches sofern gegeben

Die allfällige Teilnahmegebühr- bzw. Ticketrückzahlungen sind beim Liquiditätsbedarf nur soweit zu berücksichtigen, als die Organisation auf Grund des mit dem Teilnehmenden abgeschlossenen Vertrages zu einer Rückzahlung rechtlich verpflichtet ist.
 

Antragsprozess

  1. Der Antragssteller hat die unten zur Verfügung gestellten Formulare vollständig auszufüllen.
  2. Der vollständige Antrag ist in elektronischer Form direkt bei der Revisionsgesellschaft EY: (covid19sport.switzerland@ch.ey.com) einzureichen.
  3. Jedes Gesuch wird von EY auf die Erfüllung der Kriterien sowie auf die Chancen für eine finanzielle Gesundung der Organisation hin beurteilt. Die Revisionsgesellschaft reicht das Gesuch mit ihrem Befund an das BASPO zum Entscheid weiter.
  4. Das BASPO entscheidet gestützt auf das Gesuch und den Befund der Revisionsgesellschaft. Es besteht kein Anspruch auf einen Unterstützungsbeitrag oder die Rettung einer bestimmten Organisation.
  5. Wird einem Antrag nicht entsprochen, steht dem Antragsteller die Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht offen.

Fristen

Gesuche können bis zum 30. Juni 2020 eingereicht werden. Inhaltlich dient der vom Bundesrat beschlossene Kredit von 50 Millionen Franken der kurzfristigen Existenzsicherung dieser Organisationen.

Formulare

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Kontaktformular

Informationen SECO - Staatssekretariat für Wirtschaft

Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen

Weitere Informationen

COVID-19-Verordnung Sport

Verordnung über Begleitmassnahmen im Sportbereich zur Abfederung der Folgen von Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung des Coronavirus.

COVID-19-Verordnung Sport

Swiss Olympic

Informationen, Dokumente und Links für betroffene Sportorganisationen und Veranstalter.

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