print preview Zurück zur Übersicht Nationales Sportanlagenkonzept NASAK

Leistungs- und Breitensport: 67 Millionen Franken für Bau von Sportanlagen

Bern, 31.03.2021 - Der Bundesrat will mit 67 Millionen Franken in den Jahren 2022 bis 2027 den Bau von Sportanlagen unterstützen. Mit diesen Finanzhilfen im Rahmen des Nationalen Sportanlagenkonzeptes (NASAK) fördert der Bundesrat sowohl den Leistungs- als auch den Jugend- und Breitensport. Die Anlagen dienen den nationalen Sportverbänden für ihre Aktivitäten in den Bereichen Ausbildung, Training und Wettkampf. Die Botschaft für diese Unterstützung hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 31. März 2021 zuhanden des Parlamentes verabschiedet.

31.03.2021 | Kommunikation VBS

Im Rahmen des nationalen Sportanlagenkonzepts (NASAK) leistet der Bund seit 1998 Finanzhilfen an den Bau von Sportanlagen. Das NASAK-Programm leistet einen wichtigen Beitrag an die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den leistungsorientierten Nachwuchs- und Spitzensport. Ausgehend von einem Postulat aus dem Ständerat hat der Bundesrat 2019 beschlossen, das Programm weiterzuführen und regelmässig die erforderlichen Kredite beim Parlament zu beantragen. Nun hat der Bundesrat die Botschaft für das NASAK-Programm 5 verabschiedet.

Verpflichtungskredite für zahlreiche Sportanlagen

Damit beantragt der Bundesrat dem Parlament Verpflichtungskredite im Umfang von 67 Millionen Franken für die Jahre 2022-2027. Mit NASAK 5 werden Anlagen für diverse Sportartengruppen unterstützt:

  • Wassersport: insbesondere Wildwasseranlage für den Kanusport, Leistungszentrum Segeln in Lausanne sowie Anlagen für Surfen und für Rudern (insgesamt 7,5 Millionen Franken)
  • Eissport: insbesondere Eisstadion in Genf, diverse Eishockeyfelder, Curlinghallen in Lausanne und im Tessin sowie Olympia Bob Run in St. Moritz (8,25 Millionen Franken)
  • Turnsport: Anlagen in Bern und Morges (2 Millionen Franken)
  • Schwimmsport: Hallenbad Zürich-Oerlikon und Leistungszentrum Ost (3 Millionen Franken)
  • Rasensport: insbesondere Leistungszentrum Rugby in Yverdon (1,6 Millionen Franken)
  • Schneesport: insbesondere alpine Skipisten in Crans-Montana und der Lenzerheide, Freestyle-Anlagen in Mettmenstetten und im Engadin, nordische Anlagen in Engelberg und der Lenzerheide, im Obergoms und in Kandersteg (15,83 Millionen Franken)
  • Ballsport: insbesondere Hallen in Schaffhausen, Bern und Frauenfeld (6,15 Millionen Franken)
  • polysportive Anlage Bahnradsport/Leichtathletik «Velodrome Ticino» (5 Millionen Franken)
  • polysportive Sportzentren: PSE Cornaredo in Lugano und Sportzentrum Ostschweiz, Gründenmoos in St. Gallen (10 Millionen Franken)

Darüber hinaus sollen 7,67 Millionen Franken kleineren Projekten zugutekommen.

NASAK als wichtiges Instrument zur Förderung des Leistungs- und Breitensports

Wie der Bundesrat in der Botschaft festhält, konnten dank der NASAK-Förderung des Bundes seit deren Beginn vor 20 Jahren massgebliche Verbesserungen bei der Sportinfrastruktur erzielt werden. Zudem wurde die Leistungsfähigkeit der Athletinnen und Athleten der Nationalkader im internationalen Vergleich gestärkt und die Schweiz konnte als konkurrenzfähiger Austragungsort für internationale Wettkämpfe auf höchstem Niveau positioniert werden. Die NASAK-Anlagen werden nicht nur durch den Leistungssport beansprucht. Sie stehen auch dem Jugend- und Breitensport zur Verfügung und werden zu Ausbildungszwecken genutzt.

Im Rahmen der NASAK-Programme 1 bis 4 hat die Bundesversammlung 1998, 2000, 2007 und 2012 Verpflichtungskredite von insgesamt 170 Millionen Franken bewilligt. Die Unterstützungsleistungen der Kredite NASAK 1-3 sind vollständig abgeschlossen; NASAK 4 ist in der Umsetzung und wird voraussichtlich 2024 beendet. Ende 2019 hat das Parlament zudem mit NASAK 4plus einer Überbrückungsfinanzierung zugestimmt und einen Kredit von 15 Millionen Franken für dringende, realisierungsreife Projekte in den Jahren 2020 und 2021 bewilligt.

Von insgesamt 170 Millionen Franken (NASAK 1-4) gab es vertragliche Verpflichtungen über 143,5 Millionen Franken. 26,5 Millionen Franken wurden nicht beansprucht und sind in den Staatshaushalt zurückgeflossen.

Finanzhilfen lösten ein Vielfaches an Gesamtinvestitionen für Sport aus

Der Bund beteiligt sich pro Anlage respektive Projekt mit einem Anteil zwischen 5 und 25 Prozent an den Baukosten. Im Durchschnitt beliefen sich die NASAK-Finanzhilfen auf rund 10 Prozent der anrechenbaren Kosten einer Investition. Damit wurde mit den bisher realisierten NASAK-Projekten ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,7 Milliarden Franken ausgelöst. Mit den 67 Millionen Franken aus dem neuen Programm NASAK 5 werden in verschiedenen Regionen Bauinvestitionen von weiteren rund 900 Millionen Franken ausgelöst. Diese Finanzhilfen tragen auch zu einer gesteigerten Standortattraktivität bei, wie dies die Botschaft aufzeigt: Die Erstellung und der langfristige Betrieb von Sportanlagen sichern Arbeitsplätze und bilden für das regionale Gewerbe eine verlässliche Einnahmequelle.

 

 

Adresse für Rückfragen

Carolina Bohren
Sprecherin VBS
+41 58 467 00 24